Lenzburg/Seetal
Mehr Littering, weniger häusliche Gewalt: Polizei hatte ruhige Festtage

Die Regionapolizei hat ruhige Festtage hinter sich. Es gab weniger häusliche Gewalt und Sachbeschädigungen. Zudem zieht die Polizei ein gutes Fazit zu den «Sera»-Patrouillen. Eine Zunahme gibt es bei Feuerwerk-Littering.

Janine Müller
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Das Littering mit Feuerwerk war um den Jahreswechsel herum das grösste Problem.

Das Littering mit Feuerwerk war um den Jahreswechsel herum das grösste Problem.

ZVG

Die Polizei im ganzen Kanton hat verhältnismässig ruhige Festtage hinter sich. Das gilt auch für die Regionalpolizei Lenzburg und Seetal. Zwischen Heiligabend und dem Berchtoldstag stellte die Regionalpolizei weniger häusliche Gewalt und Sachbeschädigungen fest.

Vor einem Jahr habe es in der Region Lenzburg 10 Einsätze wegen häuslicher Gewalt gegeben, in der Region Seetal 2. In diesem Jahr seien es 3 Einsätze gewesen, sagt Herbert Furter von der Regionalpolizei Lenzburg.

Das Wetter hat Einfluss

Stark gesunken sind die Sachbeschädigungen. Letztes Jahr zählte die Regionalpolizei 8 Fälle, in diesem Jahr waren es deren lediglich 3. «Das können wir uns nicht erklären», sagt Furter. «Einen Einfluss könnte das Wetter gehabt haben», sagt Furter.

Er mutmasst: «Im letzten Winter hatte es Schnee. Da sind Schneebälle in Fensterscheiben gelandet. Das war dieses Jahr nicht der Fall.»

Patrouillen haben sensibilisiert

Noch ruhiger als in der Region Lenzburg sind im Seetal die Festtage verlaufen. «Es ist halt schon noch ein Stück heile Welt hier», sagt Patric Nussli, stellvertretender Polizeichef der Repol Seetal.

Auf den sogenannten «Sera»-Patrouillen sei «nichts Spezielles» vorgefallen. Die «Sera»-Patrouillen während der Dämmerung sollen Einbrecher davon abhalten, in Häuser zu steigen.

Das Sicherheitsgefühl der Menschen konnte gesteigert werden und «vor allem konnten wir die Leute sensibilisieren», sagt Nussli.

Die Repol habe positive E-Mails erhalten. Und auch die Telefonanrufe hätten sich gehäuft. Die Menschen rufen rascher an, wenn sie etwas Ungewöhnliches im Quartier feststellen.

Prävention kann nicht gemessen werden

Wie viele Einbrüche die Polizei mit diesen Patrouillen verhindern konnte, kann nicht beziffert werden. «Prävention kann nicht gemessen werden», sagt Nussli.

«Aber die guten Rückmeldungen zeigen, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind.» In der Region Lenzburg/Seetal rückte die Polizei über die Festtage wegen sechs Einbrüchen aus, im letzten Jahr waren es acht.

Dafür habe das Littering mit Feuerwerkskörper zugenommen, sagt Furter. Der Regionalpolizist, der auch als Wildhüter tätig ist, fand beispielsweise beim Esterliturm, aber auch vor dem eigenen Polizeiposten einiges an abgebranntem Feuerwerk.