Dreieinhalb Wochen vor seinem 74. Geburtstag ist in Seon der Pferdehändler und ehemalige international bekannte Springreiter Max Hauri gestorben. Er war Schweizermeister im Jahr 1960 sowie Teilnehmer an den Olympischen Spielen 1964 in Tokio mit einem zehnten Rang, und 1972 in München mit Diplomrängen im Springen und in der Military. Über fünfzig Mal wurde er in die Schweizer Nationenpreis-Mannschaft berufen.

Max Hauri baute den väterlichen Vieh- und Pferdehandelsbetrieb zu einem führenden Turnier- und Handelsstall mit Spitzenpferden aus. Die Familie sicherte sich einen hervorragenden Namen in der Pferdesportszene. Heidi, die Schwester des Verstorbenen, gewann an den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles sogar die Bronze-Medaille. Die Söhne Markus und Thomas, die den Betrieb weiterführen, seit sich der Vater bei einem schweren Reitunfall verletzte, haben ebenfalls internationale Wettkampferfahrung.

Populär wurde Max Hauri auch als Hauptmann einer Kavallerie-Schwadron. Nach der von den eidgenössischen Räten am 5. Dezember 1972 beschlossenen, umstrittenen Auflösung der Kavallerie war Max Hauri Initiant und langjähriger Kommandant der Nostalgie-Schwadron 1972, die bis heute an zivilen und militärischen Anlässen auftritt und im Zeughaus Aarau ein Museum betreibt.