Leutwil

«Man muss seine Region gern haben»

An der Vorstandssitzung in Leutwil wurde RPV-Präsident RuediBaumann von seiner Nachfolgerin Gabi Lauper verabschiedet. tf

An der Vorstandssitzung in Leutwil wurde RPV-Präsident RuediBaumann von seiner Nachfolgerin Gabi Lauper verabschiedet. tf

Trotz der reich befrachteten Traktandenliste war die Verabschiedung von Präsident Ruedi Baumann der wichtigste Punkt seiner letzten Vorstandssitzung des Regionalplanungsverbandes (RPV) Lenzburg-Seetal.

Nach fast 17 Jahren an der Spitze der früher Repla genannten Organisation fand Ruedi Baumann in seiner stets träfen Art die richtigen Worte: «Man muss seine Region gern haben; nur dann kann man etwas erreichen.»

Vor seinem Abschiedsbekenntnis hatte der scheidende Präsident locker seine Nachfolge geregelt: Per Applaus liess er Gabi Lauper, Raumplanerin und Vizeammann in Niederlenz, zur neuen Präsidentin wählen. Vizepräsident wurde der Seoner Gemeindeammann Heinz Bürki, neues Geschäftsleitungsmitglied der Lenzburger Stadtammann Hans Huber.

In ihrer Laudatio attestierte Lauper dem Stil ihres Vorgängers «Herzblut und Visionen». Während Baumanns Amtszeit «hat sich das Denken in der Region verändert»; der Horizont habe sich geweitet. Es seien «grosse Fussstapfen, in die ich da trete». Mit einem Korb Seetaler Spezialitäten und einem Reisegutschein wurde Baumann verabschiedet.

Zustimmende Vernehmlassungen

Vor diesen personenlastigen Schlusstraktanden hatten die Delegierten noch verschiedene Sachthemen zu behandeln oder abzusegnen. Neben der geplanten neuen Gross-Landi in Hallwil (vgl. Artikel auf dem Bundauftakt), wurde eine Stellungnahme zum Agglomerationsprogramm Aargau Ost verabschiedet, zu dem auch ein Teil der Region Lenzburg-Seetal gehört.

Wenn alles rund läuft, kann man ab 2015 für gewisse Projekte in den grossen, von der Eidgenossenschaft gefüllten Geldtopf greifen. Bei der Rangierung der Vorhaben wurden bereits von der vorberatenden Kommission Änderungen vorgenommen. Gibt es aus den Gemeinden weitere Anliegen, sind diese bis in der ersten Januarwoche Planer Thomas Meier zu melden, der sie dann in die RPV-Vernehmlassung einfliessen lässt.

Ebenfalls zustimmende Stellungnahmen wurden zu zwei geplanten Vorhaben im Bereich Pflegeplätze in Beinwil am See (Dankensberg-Erweiterung) und Lenzburg (Neubau Seniocare) abgegeben.

Die Begleitgruppe des Kantonsübergreifenden Entwicklungskonzeptes Seetal (KEK), das im September in einem feierlichen Akt auf dem Hallwilersee aus der Taufe gehoben wurde, hat sich unter der Leitung von Gabi Lauper konstituiert und trifft sich im Januar zur ersten Arbeitssitzung, an der erste Projekte verabschiedet werden sollen.

Verkehrsfragen immer wichtiger

Dass die Verkehrsfragen den Regionalplanungsverband in nächster Zeit immer mehr beanspruchen werden, zeigte sich bei der Besetzung von Gremien: Die Verkehrskommission und das Projekt «Netzstrategie Unteres Seetal» werden weiterhin von Ruedi Baumann geleitet. Dank dieser Disposition kann viel Wissen weiter genützt werden.

Zu diesem Thema passte der Vortrag «Mobilität ohne Grenzen?» von Peter Schütz, dem Abteilungsleiter Verkehr des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt.

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