1940 ist die Kantonspolizei ins Bezirksgebäude am Metzgplatz eingezogen. Auch das Bezirksgericht ist seither dort untergebracht. Nun, fast achtzig Jahre später, genügt die Infrastruktur des Haus den Anforderungen nicht mehr. Bereits 2013 hat der Stadtrat Lenzburg entschieden, dass das Gebäude am Metzgplatz 18 verkauft wird.

Als neuer Standort für den Polizeiposten wurde das Malagahaus am Freiämterplatz bestimmt. Das Bezirksgericht sollte in einem Neubau in unmittelbarer Nähe des Malagahauses unterkommen. Ein Vorprojekt wurde ausgewählt, der Regierungsrat hat die Projektierung des Neubaus und des Mieterausbaus des Malagahauses für die Kapo einen Verpflichtungskredit von 1,7 Millionen Franken genehmigt. Wie sich dann jedoch herausstellte, wäre Um- und Neubau etwa 30 Prozent teurer geworden als geplant. Die Arnold Legal AG, welcher das Malagahaus gehört und die für die Realisierung der Bauten verantwortlich ist, entschied darauf, sich auf die Instandsetzung des bestehenden Geschäftshauses zu konzentrieren.

Projekt wird aufgeteilt

Am 15. August 2018 hat der Regierungsrat einen Zusatzkredit von 285'000 Franken für die Überarbeitung des Vorprojekts beschlossen. Zusätzlich soll das Ganze aufgeteilt werden in Projekt Neubau Bezirksgericht und Projekt Mieterausbau Kapo im Malagahaus. «Für die Unterbringung des Stützpunkts der Kantonspolizei im bestehenden Geschäftshaus wurden mehrere Varianten untersucht», schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft für den neuen Verpflichtungskredit an den Grossen Rat. Als optimalste Variante zeige sich die Unterbringung Kapo im ersten Obergeschoss. Die mit der Repol gemeinsam genutzten Räume werden im zweiten Obergeschoss untergebracht, zusätzlich zu den bereits bestehenden Räumen der Regionalpolizei. Der Mietvertrag für die Räume à insgesamt 1090 Quadratmetern beginnt ab 1. Oktober 2019 und wird über eine feste Mietdauer bis zum 30. September 2029 abgeschlossen.

Gemäss Stadtratsbeschluss vom 30. Januar 2019 wird sich die Stadt Lenzburg pauschal mit 235'000 Franken an den Ausbaukosten und mit 24'035 Franken pro Jahr an den Mietkosten beteiligen. Diese Beiträge muss der Einwohnerrat noch bestätigen.

Im Bezirksgebäude können gemäss der Botschaft des Kantons gewisse Flächen, die heute von der Kapo genutzt werden, trotz einheitlichen Mietvertrages mit dem Bezirksgericht zurückgegeben werden und so 15'081 Franken pro Jahr eingespart werden.