Lenzburg
Letztes Jahr Flop – dieses Jahr Top?

Das Projekt Loop zur Attraktivierung des Lenzburger Bahnhofs wurde 2012 vom Einwohnerrat zurückgewiesen. Die Begleitkommission möchte es trotzdem. Wenn auch zu «vernünftigen Kosten»

Fritz Thut
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Eine Visualisierung des Projekts Loop für die Neugestaltung des Lenzburger Bahnhofplatzes. zvg

Eine Visualisierung des Projekts Loop für die Neugestaltung des Lenzburger Bahnhofplatzes. zvg

Wichtiger Meilenstein gestern in den Bemühungen, den Lenzburger Bahnhofplatz anmächeliger zu gestalten.

Die Begleitkommission hat im Rathaus dem Stadtrat ihren Schlussbericht übergeben. Sie spricht sich darin für die Weiterverfolgung des letztes Jahr gescheiterten Projekts Loop aus – stellt jedoch Bedingungen.

Stadtammann Daniel Mosimann, der in dieser Sache mit verschiedenen Äusserungen aufs Tempo gedrückt hat, bedankte sich bei der breit abgestützten Kommission für die engagierte Arbeit: «Ihr habt euch mächtig reingekniet», hielt er – noch in Unkenntnis des Inhalts – bei der Entgegennahme des Berichts fest.

Kein gänzlicher Neustart

Kommissionsmitglied Sabine Sutter (CVP) unterstrich den «konstruktiven Ansatz» des Berichts. Und weil die Quintessenz der rund einjährigen Kommissionsarbeit keine Rückkehr auf Feld 1 fordert, wird der Stadtrat nun die Erkenntnisse in die Einwohnerratsvorlage für die November-Sitzung einfliessen lassen.

Der Bericht, der den Medien nicht zugänglich gemacht wurde, basiert auf dem Vorprojekt Loop, das an der Einwohnerratssitzung Ende Mai 2012 nach teils heftiger Kritik zur Überarbeitung zurückgezogen wurde.

Wie die Kommission in einer Mitteilung festhält, sei «Loop» «nach eingehendem Studium sowie Anhörung der involvierten Partner zu befürworten». Eine Einschränkung macht die Kommission jedoch: Die in ihrem Bericht formulierten Punkte müssten «zwingend korrigiert oder in der Projektierungsphase vertieft geprüft werden».

Mehrfach erwähnt werden da die Finanzen. Die im letzten Jahr fallierte Vorlage sah einen Projektierungskredit von einer Million Franken und spätere Kosten im Rahmen von 14 Mio. vor. «Die Begleitkommission ist sehr an einem funktionierenden Bahnhofplatz zu vernünftigen Kosten interessiert», wird in der Medienmitteilung festgehalten.

Spartipps und Wünsche

Im Bericht listet die Kommission nun Bereiche mit möglichem Einsparungspotenzial auf. Genannt ist beispielsweise das geplante ringförmige Dach über dem Bushof, das dem Projekt den Namen gegeben hat, oder die Belagsart des Bushofes und die Hero-Unterführung.

Der im Bericht ebenfalls enthaltene Wunsch, eine Verlängerung der Hauptunterführung unter der Seetalbahn hindurch zu prüfen, deutet an, dass die Schere zwischen Wünschen und Sparpflicht noch Diskussionsstoff abgeben wird.

Immerhin: Die intensiven Abklärungen hätten ergeben, dass der vorgesehene Ort für den Bushof östlich des Bahnhofgebäudes richtig ist.

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