Staufen
Letzter Schritt zur Schulscheidung

Die Gemeinde will ihre Regionalschule wieder eigenständig führen. Die Gmeind befindet über die Trennung von der Regionalschule Lenzburg.

Ruth Steiner
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Staufen will die Primarschule wieder eigenständig führen.

Staufen will die Primarschule wieder eigenständig führen.

Aargauer Zeitung

Staufen will seine Primarschule (1. bis 6. Klasse) wieder autonom führen. Das Traktandum «Auflösung des Gemeindevertrages für die Regionalschule Lenzburg-Staufen-Ammerswil» an der kommenden Gemeindeversammlung vom 7. Juni hat nur noch formalen Charakter. Schon im vergangenen Herbst hatten die Gemeinde Staufen und die Partnergemeinden Lenzburg und Ammerswil den Austritt Staufens aus dem Regionalschulverbund publik gemacht.

Nachdem Staufen die Oberstufe bedingt durch den Schulsystemwechsel auf 6/3 an Lenzburg verloren hatte, war für die Gemeinde die Zusammenarbeit im Regionalschulverbund hinfällig geworden. Mit 255 Schülern inkl. Kindergarten ist der Gemeinderat der Meinung, «dass man als autonome Schule flexibler und effizienter agieren kann», sagte Gemeinderätin Katja Früh Haas beim Polit-Apéro.

Schon ab Januar 2018 will Staufen seine Primarschule mit aktuell 200 Schülern in zehn Klassen organisatorisch und administrativ wieder selbstständig führen. Die schulische Zusammenarbeit mit Lenzburg wird im Sommer 2018 beendet.

In Staufen ist man der Überzeugung, dass diese Schultrennung für die Gemeinde keine grösseren Kosten nach sich ziehen wird. Gemeindeammann Moser sagt dazu: «Wir sind der Meinung, dass es finanziell auf das Gleiche herauskommen sollte wie bisher.» Eine Schulleitung habe man ja bereits vor Ort. Das bisher in Lenzburg für Staufen zuständige Schulsekretariat werde künftig mit dem gleichen Pensum im Schulhaus Staufen eingerichtet. Zudem werde Staufen als eigenständige Schule in den Genuss eines höheren Kantonsbeitrages kommen.

Als weitere Folge der Verselbstständigung wird Staufen wieder eine eigene Schulpflege wählen müssen. Was den Schulraum anbelangt, wähnt man sich auf der sicheren Seite. Die künftige Bevölkerungsentwicklung mitberücksichtigt, habe man mit 13 Schulzimmern und zwei Kindergartenanlagen genug Schulraum für die kommenden zehn Jahre.

Neues Turnhallenprojekt

Zweimal hat man in den vergangenen dreissig Jahren in Staufen Pläne für den Bau einer neuen Turnhalle geschmiedet. Beide Male sind sie vom Souverän bachab geschickt worden. Jetzt nimmt man das Projekt wieder in Angriff. Vor allem für die turnenden Frauen- und Männervereine und besonders für die Jugendriegen wird es langsam eng in der bestehenden Halle. Bei Letzteren würden zu viele Jugendliche auf einmal unterrichtet, was mit der Zeit zum Sicherheitsrisiko werden könnte, heisst es vonseiten der Turnvereine. «Die Kosten für eine neue Halle würden rund 7 Millionen Franken betragen», erklärt Gemeindeammann Otto Moser. Bis zum Polit-Apéro im Herbst will man deshalb «den Bedarf und die finanzielle Tragbarkeit einer Turnhalle sauber abklären».

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