Ravioli und Spinat online bestellen, zum Abhollager fahren und sich die Einkäufe in den Kofferraum stellen lassen: Mit diesem Konzept geht der Onlinehändler LeShop neue Wege. Der erste LeShop-Drive war Ende 2012 in Studen (BE) eingeweiht worden, als zweites Pilotprojekt öffnet nun 2014 ein Abholmarkt in Staufen.

Widerstand aus Lenzburg

Der LeShop-Drive an der Kantonsstrasse zwischen Lenzburg und Schafisheim startet damit ein Jahr später als geplant. Denn die Stadt Lenzburg hatte gegen das Baugesuch Einwendung eingereicht. Als Staufen dieses trotzdem genehmigte, führte der Stadtrat dagegen Beschwerde beim Rechtsdienst des Regierungsrats.

Dieser hat nun die Beschwerde abgelehnt, wie die Gemeinde Staufen mitteilt. Da der Stadtrat den Entscheid nicht weiterzieht, steht dem Abholmarkt nichts mehr im Wege.

Freude über neue Arbeitsplätze

LeShop-CEO Dominique Locher ist erfreut über den Entscheid: «Der Standort Staufen ist uns sehr wichtig.» LeShop wolle aus diesem Pilotprojekt ein festes Standbein mit einem jährlichen Umsatz von 12 bis 16 Millionen Franken und 50 Arbeitsplätzen schaffen.

Zufrieden ist auch der Staufner Gemeindeammann Otto Moser: «Das E.G.O.-Areal wird damit endlich wieder gewerblich genutzt.» Vom Einkaufsangebot und den neuen Arbeitsplätzen profitiere die ganze Region.

Rechtsdienst des Regierungsrats brachte Klärung

Die Stadt Lenzburg akzeptiert den Entscheid. «Wir können damit leben», sagt Stadtammann Daniel Mosimann. Der Stadtrat sei der Ansicht gewesen, dass der Abholmarkt nahe der Stadtgrenze nicht zonenkonform ist. «Diese raumplanerische Frage wollten wir vom Rechtsdienst des Regierungsrates geklärt haben, was nun zugunsten von LeShop geschehen ist.»

Befürchtungen, dass der Abholmarkt mehr Verkehr bringen könnte, seien in der Beschwerde zwar auch angeführt worden, hätten aber eine untergeordnete Rolle gespielt.