Lenzburg

Lenzburgiade: Die Musik residiert wieder im Schloss – vor viel Prominenz

Die Aargauer Prominenz genoss an der Lenzburgiade im kleinen Rittersaal am Mittwochabend feine Häppchen und im grossen Rittersaal feinste Musik.

Gastgeber Rudolf Dellenbach eröffnete am Mittwoch die 6. Lenzburgiade mit einer launigen Rede. AKB-CEO Dellenbach, der dieses Jahr pensioniert wird, blickte zurück auf die 33 Konzerte, die bisher auf der Lenzburg stattgefunden haben. Immer wieder sei er voller Freude und Erwartung den Schlossberg hinaufgewandert, sagte er.

«Immer wurden meine Erwartungen übertroffen.» Nicht alle Konzerte hätten ihm allerdings gleich gut gefallen. Namen werde er aber keine nennen. «Schliesslich gibt es das Bankgeheimnis noch immer.»

Mit warmen Worten wurde Dellenbach verabschiedet und mit einem ganz besonderen Geschenk überrascht: Ab nächstem Jahr ist er zusammen mit seiner Frau Ehrengast an diesem Musikfestival, bei dem Klassik und Volksmusik verschmelzen. Dellenbachs Frau Satu war so gerührt darüber, dass sie sich die Tränen aus den Augen tupfen musste.

Wie immer war zum Eröffnungsabend viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und der Bankenwelt anwesend. Abwesend war dafür zum ersten Mal die Aargauer Regierung. Die traf sich gleichentags mit einer anderen Kantonsregierung.

Stimmungsvoller Start der Lenzburgiade

Stimmungsvoller Start der Lenzburgiade

Dafür war Klaus Merz mit seiner Frau Selma da. Der Aargauer Literaturpreisträger freute sich auf das Konzert und gestand für seine jüngeren Schriftstellerkollegen insgeheim zu hoffen, dass die Aargauer Kantonalbank den Literaturpreis wieder aufleben lässt.

Als grosser Klassikfan zeigte sich Grossratspräsident Thierry Burkart, als Klassikbanause outete sich hingegen az-Kolumnist Werner de Schepper. Seine Partnerin, Grossrätin Irène Kälin, meinte schmunzelnd: «Er schläft immer ein, ich hoffe, dass er diesmal wach bleibt.»

Das dürfte am Mittwoch nicht schwer gewesen sein, versprach die Viola da Gamba-Virtuosin Hille Perl und ihr Ensemble Los Otros doch wilde spanische und mexikanische Barockmusik. Bei diesen Klängen dürfte Lilian Studer das Heimweh gepackt haben – die Grossrätin lebte selber eine Weile in Südamerika.

Das Eröffnungskonzert fand wegen Regen im Rittersaal statt, die weiteren Konzerte dürfen dann im Schlossgarten genossen werden. (Den Konzertbericht lesen Sie morgen im Kulturteil.)

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