Die Abmessungen sind beachtlich: Die bestehende Kletterhalle misst 30 Meter auf 25 Meter, die projektierte Boulderhalle 37 auf 25 Meter. Der Neubau wird weit niedriger gebaut und mit einem Pultdach versehen, wie der Lenzburger Bezirks-Anzeiger schreibt.

Die Gründe für die niedrigere Höhe sind rasch erklärt: Der silbergraue Anbau dient nur zum bouldern. Ohne Seil wird höchstens auf vier Meter Höhe geklettert und der Boden ist mit dicken, weichen Matten ausgebildet.

«Zum Greifen nahe», setzte ein Finanzinstitut einen Slogan in blauer Schrift an die hohe Kletterwand. Zum Greifen nahe ist für Geschäftsführer Thomas Georg auch die Ausführung des Anbaus. Schon lange hat er sich mit dem Projekt befasst und alle Vorbereitungen getroffen.

Es ist eng geworden im erfolgsverwöhnten Kraftreaktor

«Die Kletterhalle ist eine Erfolgsgeschichte, am Abend trainieren jeweils über 100 Personen», erklärt Georg strahlend. Verständlich, dass die WC-Anlagen, die Garderoben, die Duschmöglichkeiten und die Fläche um sich frei zu bewegen sehr eng geworden sind.

Im neuen Anbau sollen neben einem Kraftraum und Wände zum Bouldern weitere sanitäre Anlagen und Garderoben installiert werden. Der Zugang in den Anbau erfolgt über eine Verbindung vom bestehenden Empfang her.

Mit dem Anbau geht auch ein bescheidener Umbau der roten Halle einher. Namentlich wird die heutige Fläche zum Bouldern verkleinert. Der Betrieb beschäftigt 14 Mitarbeitende, die gesamthaft 900 Stellenprozente abdecken. Für die ganze Crew steht die Sicherheit an erster Stelle.

Bauland gehört noch der Stadt

Für die Architektur zeichnet das Büro Pewihaus in Wohlen verantwortlich. Das Baugesuch liegt noch bis zum 28. Februar öffentlich auf. Die gesamten Investitionen inklusive Land, Bau und Einrichtungen betragen 2,5 Millionen Franken. Der Bauplatz liegt an der Hammermattstrasse, zwischen der geplanten Verlängerung der Ringstrasse Nord und  der Autobahn.

Früher gehörte das Bauland in der Arbeitszone der Wisa Gloria. Heute ist die Einwohnergemeinde Lenzburg Grundstückeigentümerin. Die Stadt ist bereit, die von Thomas Georg benötigte Fläche zu veräussern. Nach Rechtskraft der Baubewilligung wird der Kaufvertrag unterzeichnet.

Durch den Neubau verschwinden 15 Parkplätze, sie werden umplatziert. Dem Betrieb werden 32 Parkplätze zur Verfügung stehen. Im Sommer 2012 soll die Eröffnung gefeiert werden. Dann werden im Klettereldorado all die Kletterer aus allen Gegenden der Schweiz, von jung bis alt, von Angänger bis hin zu den Ausnahmekönnern zusätzliche 7000 Griffe und Tritte vorfinden.