Das Gebäude im Oberengadin gab immer wieder zu Diskussionen Anlass und war schon Thema von umstrittenen Urnenabstimmungen.

«Wir haben das Ferienhaus untersuchen lassen und bekamen mitgeteilt, dass der Zustand für das Alter gut ist.» Während die Substanz der Bauhülle und die sanitarischen Anlagen à jour sind, gibt es Abstriche es etwa bei der Erdbebensicherheit und den Elektroinstallationen.

Drei Varianten geprüft

Für die Zukunft hat der Stadtrat drei Varianten prüfen lassen. Die erste ist der Status quo. Man lässt wie bisher jeweils nötige Pinselsanierungen ausführen und behebt kontinuierlich die schlimmsten Mängel. Dafür, so Mosimann, muss man in den nächsten Jahren mit Kosten von 320 000 Franken rechnen.

Die Variante zwei wäre eine Flucht nach vorne: Eine «Sanierung mit Standarderhöhung», zu der beispielsweise der Einbau eines Lifts und die Schaffung kleinerer Wohneinheiten für Gruppen gehörte, würde 2,25 Millionen Franken kosten. Der errechnete jährliche Mehrertrag würde allerdings nur 30 000 Franken betragen.

Der Verkauf des Ferienhauses als Variante drei würde, nach Annahmen der Zweitwohnungsinitiative, nur noch 1,5 bis 1,8 Mio. einbringen – etwa die Hälfte früher möglicher Erlöse. Angesichts dieser Fakten hat sich der Stadtrat für Variante eins entschieden; die Unterhaltsinvestitionen werden über die nächsten Jahre verteilt. (tf)