Lenzburg

Lenzburger Einwohnerrat entscheidet heute: Widmipark erstmals im Gegenwind

In der Ferne ziehen düstere Wolken auf: Links des noch provisorischen Widmiwegs ist die neue Parkanlage vorgesehen. Emanuel Freudiger

In der Ferne ziehen düstere Wolken auf: Links des noch provisorischen Widmiwegs ist die neue Parkanlage vorgesehen. Emanuel Freudiger

Der Lenzburger Einwohnerrat entscheidet heute Donnerstag über einen Kredit für die Parkanlage im neuen Quartier. Es droht erstmals Gegenwind. Denn das Geschäft ist umstritten. Es geht um einen Kredit von 2,36 Millionen Franken.

Das umstrittenste Geschäft an der heutigen Lenzburger Einwohnerratssitzung dürfte der Verpflichtungskredit von 2,36 Millionen Franken für die Gestaltung und Realisierung des Widmiparks sein.

Innerhalb der Grossüberbauung Widmi (zwei der total sechs Baufelder mit dereinst total 800 bis 1000 Einwohnern sind schon bewohnt) gestaltet die Stadt den ihr unentgeltlich überschriebenen Viertel des Areals in eine öffentliche Freiraumfläche.

GPFK schlägt Kostendach vor

Die dafür beantragte Summe erscheint vielen Einwohnerräten viel zu hoch, weshalb die vorberatende Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission (GPFK) «als Kompromisslösung einen Änderungsantrag» einbringen will: Das Vorhaben Widmipark soll nicht mehr als zwei Millionen Franken kosten.

Dafür sollen die im Voranschlag ausgewiesenen Reserven von 181 000 Franken schlicht weggestrichen werden. Dies reicht nicht, um das angestrebte Kostendach zu erreichen und so macht die GPFK weitere Vorschläge. Präsident Remo Keller (SP) nennt als Beispiele «weniger Wasserspender», «dünnere Bäume» und eine billigere Ausführung der Magerwiesen.

Die Mehrheit der GPFK-Mitglieder stehen laut Keller «eigentlich hinter dem Vorhaben», doch findet man die «sehr luxuriöse Variante», die der Stadtrat der Legislative vorlegt, etwas überrissen. Mit dem Kompromissvorschlag will man den Kern retten. «Ein Rückweisungsantrag würde ein schlechtes Signal aussenden», ist Remo Keller überzeugt.

Der GPFK-Präsident räumt ein, dass die Einwohnerräte und damit die Öffentlichkeit von den hohen Kosten nicht überfallen wurden: Beim Beschluss über den Erschliessungskredit der ersten Baufelder vor drei Jahren wurde bereits von Kosten von zwei Millionen Franken für den Park gesprochen und im Finanzplan bis 2018 sind total drei Millionen Franken für Widmiweg und -park sowie Anpassungen vorgesehen.

Von Kanzel bis Teich

Das vorgelegte Projekt umfasst rund 220 Aren zwischen dem aktuellen provisorischen Widmiweg von der Ecke Brunnmattstrasse/Unterer Haldenweg bis zur Martha-Ringier-Strasse und den Baufeldern entlang der Ammerswilerstrasse.

Am Startpunkt an der Südostecke der früheren Widmiwiese ist ein Kanzel genanntes Areal mit Boulepiste, Bäumen und Bänken geplant. Am andern Ende des zweigeteilten Widmiweges (asphaltierter Fuss- und Radweg sowie «chaussiertes Band für Aufenthalt und Spiel») ist ein Teich von dreieinhalb Aren vorgesehen.

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