Guinea 2012

Lenzburger Ärztin ist beeindruckt von Westafrika

Das Projekt Guinea 2012 ist mit dieser Reise nicht abgeschlossen.

Das Projekt Guinea 2012 ist mit dieser Reise nicht abgeschlossen.

Andrea Hufschmidt ist zurück von einer 7000 Kilometer weiten Reise mit einem Hilfskonvoi. Ziel war es, mit einem Konvoi von Lenzburg bis nach Conakry in Guinea zu fahren und dort die zuvor gesammelten Güter und Spenden zu überbringen.

Nach drei Wochen sind die 14 Mitglieder des Vereins Guinea 2012 von ihrer Reise wohlbehütet zurückgekehrt. Am 29. Oktober machten sich 13 Männer auf den Weg nach Guinea auf. Am darauffolgenden Samstag stiess Andrea Hufschmidt, Allgemeinmedizinerin aus Lenzburg, im marokkanischen Agadir dazu. Sie war für die Versorgung des Trupps verantwortlich und nutzte die Reise, um sich die medizinische Situation in Guinea anzusehen.

«Einmal mussten wir in der Pampa übernachten», sagt Andrea Hufschmidt. Die Nächte verbrachte die Crew in Hotels – nur einmal musste sie in den Lastern schlafen. «Ab Senegal wurden die Strassen schlechter», erzählt Hufschmidt. Die Pisten waren ungeteert und kurz zuvor hatte es geregnet. Das Team konnte lediglich zehn Kilometer in der Stunde zurücklegen, wodurch es das nächste Übernachtungsdomizil nicht erreichte. «Wir assen Ravioli und machten es uns bequem.» Auch das war ein Erlebnis, das Andrea Hufschmidt nicht missen möchte.

Am eindrücklichsten jedoch blieben Hufschmidt die Bedingungen, unter welchen die Ärzte im Donka Hospital in Conakry arbeiten mussten, in Erinnerung. «Es ist ein Fass ohne Boden», sagt sie. Es sei eindrücklich, wie die Ärzte mit einfachsten Mitteln ihre Patienten behandeln müssten. Das Personal sei sehr gut ausgebildet. Viele hätten sogar in Frankreich studiert.

Vor der Heimreise erhielt der ganze Trupp ein Geschenk von Arafan Kaba, Berater des Aussenministers in der Botschaft Guinea in Genf. Die Männer bekamen einen von Hand geschnitzten Elefanten und Andrea Hufschmidt massgeschneiderte afrikanische Kleider.

Das Projekt Guinea 2012 ist mit dieser Reise nicht abgeschlossen. «Erst mal werden wir unseren Alltag wieder aufnehmen», sagt Hufschmidt. Danach werde Bilanz gezogen. Ziel sei es dann, mit den gesammelten Erfahrungen gezielt neue Güter zu sammeln. «Was wir machen, ist ein Tropfen auf den heissen Stein, aber viele Tropfen ergeben auch ein Meer.»

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