Begegnungsplätze
Lenzburg wertet Spielplätze auf: Begonnen wird mit dem «Ziegelacker»

Der Lenzburger Spielplatz Ziegelacker soll erweitert werden. Ziel ist es, Begegnungsplätze für Jung und Alt zu schaffen. Dadurch sollen unterschiedliche Altersgruppen abgeholt werden.

Anja Suter
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Der Spielplatz Ziegelacker am Grabenweg in Lenzburg.

Der Spielplatz Ziegelacker am Grabenweg in Lenzburg.

Anja Suter

Ein Spielhäuschen, ein Mühlespiel, ein Abstellplatz für Velos, eine offene Spielkiste und ein zusätzlicher Lenzburger Tisch: Der Spielplatz Ziegelacker an zentraler Lage in Lenzburg soll erweitert werden. Hinter dem Projekt steckt die Anfang des Jahres gegründete Gesellschaftskommission.

Die Kommission wiederum gründete eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, die öffentlichen Spielplätze in Richtung Begegnungsplätze weiterzuentwickeln und diese aufzuwerten. Dieser Arbeit nahmen sich die Mitglieder der Gesellschaftskommission, Myriam Schläpfer, Christoph Kneuss und Milo Stutz, an.

Attraktive Räume für mehr Lebensqualität

Sie untersuchten, wie die Spielplätze zu Orten der Begegnung für alle Altersgruppen ausgelegt werden können. So sollen im Ziegelacker unter anderem auch ein zusätzlicher Lenzburger Tisch aufgestellt werden, wie Andreas Schmid, Stadtrat und Präsident der Gesellschaftskommission, sagt: «Die Überlegung dahinter ist, dass Menschen jeglichen Alters auf dem Spielplatz verweilen können.»

Man habe sich überlegt, wie man unterschiedliche Altersgruppen am besten abholen könne, so sei beim Ziegelacker unter anderem auch ein grosses Mülispiel geplant. Ebenfalls in Abklärung ist, ob auf dem Spielplatz ein offenes Bücherregal installiert werden soll. Ein Regal, in dem gut erhaltene und nicht mehr benötigte Bücher hinterlegt werden können.

Vom Schaffen von öffentlichen Plätzen, wo sich Menschen von jung bis alt wohlfühlen, akzeptiert werden und einander begegnen können, spricht der Stadtrat auch in der Antwort auf die von Christina Bachmann-Roth, Daniel Blaser und Bettina Hänny (CVP) unterzeichneten Anfrage. Die Einwohnerräte orten einen hohen Bedarf an öffentlichem Raum für Jugendliche in Lenzburg.

«Attraktive öffentliche Aufenthaltsräume können viel zur Lebens- und Standortqualität eines Ortes beitragen», schreiben sie in der Anfrage. In Lenzburg könne derweil die Entwicklung beobachtet werden, dass öffentliche Plätze wie bei der reformierten Kirche oder dem Spielplatz beim Bezirksschulhaus geschlossen würden. Man bitte daher den Stadtrat zu beantworten, was die Strategie der Stadt für die attraktive Entwicklung des öffentlichen Raumes in Lenzburg für Jugendliche sei, und wie diese umgesetzt werden soll.

Aufwertung soll in zwei Monaten umgesetzt sein

Der Stadtrat widerspricht in seiner Beantwortung der Aussage, dass Plätze geschlossen werden. Es seien in den letzten Jahren sogar zusätzliche öffentliche Aufenthaltsplätze entstanden, wie beispielsweise der Aabach-Park, der Hammerpark oder der Widmi-Park. Die Strategie für die attraktive Entwicklung des öffentlichen Raums für Jugendliche lasse sich aus dem aktuellen Leitbild ableiten: «Die Stadt Lenzburg ist eine lebenswerte Stadt für alle Generationen und Bevölkerungsschichten. Sie bietet viel Raum für eine aktive Lebensgestaltung», heisst es in der Antwort des Stadtrates.

Auch in der Gesellschaftskommission wurde die Thematik anlässlich der letzten Kommissionssitzung diskutiert. Sie entschied, auch zum Thema Jugendräume eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Die Aufwertungen am Ziegelacker sollen in den nächsten zwei Monaten umgesetzt werden und es soll nicht der letzte Spielplatz sein, der in Lenzburg aufgewertet wird. «Beim Spielplatz Ziegelacker wird begonnen, da er am zentralsten liegt», sagt Andreas Schmid. Weitere Aufwertungen von Spielplätzen seien geplant, jedoch nicht in den nächsten Monaten.