Rechnung
Lenzburg reduziert Schulden auf Stand von 1986

Die Rechnung 2010 der Einwohnergemeinde Lenzburg schliesst besser als budgetiert. Das erlaubt es Lenzburg, weitere Schulden zu tilgen. Die Schuldenlast ist nun so tief wie letztmals vor 25 Jahren.

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Die Schuldenlast von Lenzburg ist nun so tief wie letztmals vor 25 Jahren. (Symbolbild)

Die Schuldenlast von Lenzburg ist nun so tief wie letztmals vor 25 Jahren. (Symbolbild)

Keystone

Die laufende Rechnung 2010 der Einwohnergemeinde Lenzburg schliesst mit einem Umsatz von 50,9 Millionen Franken bei einem Jahresbudget von 48,7 Millionen. Das Rechnungsergebnis erlaubt Abschreibungen von 6,2 Mio. Dieser Betrag liegt um 1,6 Mio. über dem budgetierten Abschreibungstotal von 4,6 Mio. Die Höhe der Abschreibungen bewegt sich damit im Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Weniger Steuereinnahmen

Der gesamte Steuerertrag übertraf im Berichtsjahr mit netto 28,7 Mio. den budgetierten Wert von 27,2 Mio. um 1,5 Mio. Der Ertrag der Einkommens- und Vermögenssteuern lag um 1,0 Prozent oder 236000 Franken knapp über dem Budget von 23250000 Franken.

Die Aktiensteuern entwickelten sich mit 4 Mio. wie schon im Vorjahr sehr positiv und lagen um 1,5 Mio. über dem Budget. Gesamthaft ist der gesamte Steuerertrag jedoch um 2,9 Prozent oder 872000 Franken unter dem Vorjahr geblieben.

Weniger Aufwand

Der Nettoaufwand, das heisst Aufwand minus Ertrag, der einzelnen Verwaltungsabteilungen ist unter den budgetierten Werten. Die über dem Budget liegenden Abschreibungen resultieren aus Mehrerträgen bei den Steuern sowie Minderaufwendungen und Mehrerträgen der Verwaltungsabteilungen, mit Ausnahme der Sozialen Wohlfahrt und des Verkehrs.

Der gesamte Steuermehrertrag von 1,6 Mio. und der tiefere Nettoaufwand lassen Abschreibungen zu, die um 1,65 Mio. über dem Budget liegen. Die 2010 verbuchten Abschreibungen von 6,2 Mio. liegen damit nur ganz knapp unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre von 6,27 Mio.

Dank dem guten Ergebnis konnte die Nettoschuld im Jahr 2010 um 5,0 Mio. auf 15,9 Mio. beziehungsweise von 2570 auf 1913 Franken pro Einwohner gesenkt werden. Der durch die Ausfinanzierung der Aargauischen Pensionskasse (APK) hervorgerufene einmalige Anstieg vor zwei Jahren ist nun mehr als kompensiert.

Die Nettoschuld pro Einwohner liegt damit wieder ungefähr auf dem Niveau von 1985. Ihren Höchststand hatte sie im Jahre 1998 mit 4419 Franken pro Einwohner erreicht. (az)