Lenzburg
Die Landi sagt Parkplatz-Schmarotzern den Kampf an

Die Landi Lenzburg leidet seit Jahren unter Falschparkierern. Nun hat sich die Genossenschaft ans Bezirksgericht gewendet.

Florian Wicki
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Blick vom UFA-Silo auf das Gebäude der Landi: Fotografiert am 25. Juni 2020.

Blick vom UFA-Silo auf das Gebäude der Landi: Fotografiert am 25. Juni 2020.

Sandra Ardizzone

Der Laden der Landi-Genossenschaft an der Sägestrasse in Lenzburg kämpft mit Fremdparkierern. Immer wieder werden Parkplätze des Unternehmens von Personen besetzt, die nachher gar nicht in den Laden kommen.

Nun reicht es der Landi: Sie hat beim Bezirksgericht Lenzburg ein gerichtliches Verbot erwirkt. Tritt dieses nach der öffentlichen Auflage von 30 Tagen ohne Einsprache in Kraft, ist Unberechtigten jedes Betreten und Befahren des Grundstückes sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen richterlich verboten. Mit Unberechtigten sind laut Verbot alle Nicht-Landi-Kunden gemeint.

Kursteilnehmer besetzen die Parkplätze

Philipp Amrein ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Maiengrün Genossenschaft, welche den Laden in Lenzburg betreibt. Er erklärt, in der näheren Umgebung habe es viele Firmen, die Kurse anbieten: «Die Kursteilnehmer parkieren dann jeweils auf unserem Parkplatz und besetzen so Parkplätze, welche unseren Kunden zur Verfügung stehen sollten.»

Bis jetzt habe eine Handhabe gefehlt, um gegen Fremdparkierer vorzugehen, deshalb habe man sich ans Bezirksgericht gewendet, so Amrein: «Nachdem zehn Jahre lang immer wieder etwas sagen nichts genützt hat, ist es uns verleidet.» So könne man immerhin eine Tafel montieren, sobald die Frist abgelaufen ist. Amrein hofft, dass die Landi mit dem Verbot wieder mehr Parkplätze für ihre Kundschaft hat.

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