Umfrage
«Kühnste Erwartungen übertroffen»: Lenzburgerinnen und Lenzburger leben gerne in ihrer Stadt

Rund 650 Personen haben sich in einer Umfrage der Gesellschaftskommission dazu geäussert, wie zufrieden sie mit dem Leben in Lenzburg sind.

Eva Wanner
Drucken
Teilen
Der Grossteil der Menschen, die an der Umfrage der Gesellschaftskommission teilgenommen haben, sind mit der Lebensqualität in Lenzburg zufrieden.

Der Grossteil der Menschen, die an der Umfrage der Gesellschaftskommission teilgenommen haben, sind mit der Lebensqualität in Lenzburg zufrieden.

Bild: Michael Küng

«Der Rücklauf hat die kühnsten Erwartungen der Arbeitsgruppe Umfrage übertroffen.» Das sagt Anja Kroll, Mitglied der Gesellschaftskommission. Die Arbeitsgruppe Umfrage hat 14 Fragen zur Zufriedenheit mit der Wohngemeinde Lenzburg formuliert. Der Fragebogen konnte online ausgefüllt werden, die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben ihn auf Papier aber auch an der Oberstufe und im Altersheim Obere Mühle verteilt und in den einzelnen Quartieren dafür geworben.

Zwei Prozent Rücklauf seien bei solchen Umfragen üblich, sagt Kroll. Das wären bei 6900 Haushalten rund 140 Bögen. Die Arbeitsgruppe habe sich das ehrgeizige Ziel von 500 gesetzt – ganze 647 kamen dann tatsächlich zurück.

Sehr grosse Zufriedenheit

Das Ergebnis: Gut 87 Prozent der Teilnehmenden beurteilen die Lebensqualität in Lenzburg als gut oder sehr gut. Die Befragten konnten auch angeben, was sie als wichtig für die Lebensqualität erachten. Die essenziellsten Punkte sind demnach Einkaufsmöglichkeiten, naturnahe Erholungsräume, das soziale Umfeld, die Bildung sowie ein klares Zugehörigkeitsgefühl.

Ausserdem wünscht sich etwa ein Viertel aller Teilnehmenden viel Veränderung, ein Drittel wenig oder keine, und 40 Prozent mittlere Veränderungen. Was das im Detail bedeutet, hat die Arbeitsgruppe Umfrage laut Kroll in einem 92 Seiten umfassenden ersten Bericht festgehalten. Veröffentlicht wird dieser noch nicht, erst müsse die Gesellschaftskommission selbst definieren, wie mit den Ergebnissen weiterverfahren wird.

Repräsentativ sei die ganze Umfrage indes nicht; die Altersgruppen 19–25 Jahre und über 80 Jahre seien unterdurchschnittlich repräsentiert.

Nicht ganz so inkludierend wie gewünscht

Zwischen 160 bis 200 Arbeitsstunden habe die Arbeitsgruppe für die Umfrage geleistet – ehrenamtlich. Und sie hätte gerne noch mehr getan: «Die Gesellschaftskommission will für alle Menschen in Lenzburg arbeiten. Zu einem inkludierenden Ansatz würde nach Meinung der Arbeitsgruppe Umfrage auch gehören, Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen zu erreichen, oder Menschen mit anderen Muttersprachen, deren Deutschkenntnisse für die Beantwortung des Fragebogens nicht ausreichen.» Den Fragebogen in leichte Sprache umwandeln zu lassen, hätte laut Kroll aber das Budget (1000 Franken) und den Zeitrahmen gesprengt.

Aktuelle Nachrichten