Der FCL hat momentan nur fünf Punkte Abstand auf einen Abstiegsplatz. Ist der Ligaerhalt gefährdet?


Ueli Bruder: Beim Blick auf die Tabelle könnte man das vermuten. Allerdings muss man berücksichtigen, dass wir gegen die stärksten Teams der Liga bereits gespielt haben. Wenn ich mir die kommenden Gegner anschaue, habe ich absolut keine Angst, dass wir absteigen.

Mike Barth: Ich sehe das genau so. Wir haben in der Vorrunde einige Spiele unnötig in den letzten Minuten verloren. Deshalb sind wir im Moment deutlich unter unserem Wert klassiert. Es besteht absolut kein Grund zur Sorge. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Saison im Mittelfeld der Tabelle abschliessen werden.

Welches sind die sportlichen Ziele für die nahe Zukunft? Sehen Sie den FCL mittelfristig in der 2. Liga interregional?

Bruder: Ja, der FC Lenzburg gehört in die 2. Liga interregional – allein schon wegen unserer Infrastruktur und der überregionalen Bedeutung des Vereins. Das Ziel ist, dass sich die erste Mannschaft mittelfristig in der Liga etablieren kann. Darüber hinaus hoffen wir, dass wir in dieser Saison die Hauptrunde des Schweizer Cups erreichen. Dafür müssen wir die letzte Hürde im Cupspiel am 4. Mai auswärts gegen Grenchen nehmen, dann besteht die Chance, dass wir in der ersten Runde des Schweizer Cups einen grossen Gegner ziehen. Es wäre natürlich bombastisch, wenn wir im Jubiläumsjahr einen Hochkaräter in der Wilmatten empfangen dürften.

Welchen Stellenwert hat die Juniorenarbeit beim FC Lenzburg?

Barth: Die Juniorenabteilung ist uns natürlich sehr wichtig. Unsere Juniorenmannschaften haben ein riesiges Potenzial – vor allem im Bereich bis zu den C-Junioren. Zudem verfügen wir über einen hervorragenden Trainerstab, der talentierte Junioren gezielt fördert. Wir sind überzeugt, dass in ungefähr fünf Jahren bereits einige dieser jungen Spieler in die Aktivmannschaften integriert werden können, was auch das klare Ziel der Juniorenarbeit ist.

Wird es in Lenzburg in naher Zukunft in der Wilmatten einen Kunstrasen geben?

Bruder: Das hoffen wir. Ursprünglich war geplant, im Jubiläumsjahr den neuen Kunstrasen zu eröffnen. Dieses Vorhaben ist allerdings auf politischer Ebene vorerst gescheitert. Die aktuellen Schulbauten haben Vorrang erhalten, was natürlich verständlich ist. Das Kunstrasenprojekt wird frühestens 2018 umgesetzt werden können. Die dafür notwendige Investition beläuft sich auf etwas mehr als zwei Millionen Franken.

Ist der FCL auch in finanzieller Hinsicht für die Zukunft gerüstet?

Barth: Ja, wir stehen mittlerweile finanziell gut da. Zwar bringt ein Aufstieg in die 2. Liga interregional höhere Kosten mit sich – vor allem wegen der längeren Anreisen zu den Auswärtsspielen. Doch mehr Zuschauer als in der 2. Liga hat man leider nicht. Dank dem «Projekt Werbetafeln» auf der Sportanlage Wilmatten konnten wir zusätzliche Einnahmen generieren. Zudem haben wir mit der «Hypi», «SWL», «LeShop» und vielen weiteren regionalen Unternehmen sehr treue Sponsoren.