Statistische Stadt
Lenzburg feiert 10'000 Einwohner – doch das Wachstum passt nicht allen

Was historisch seit 700 Jahren gegeben ist, ist nun auch statistisch bestätigt: Lenzburg ist zur Stadt gewachsen. Das Wachstum gefällt jedoch nicht allen.

Ruth Steiner
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Beatrice Jäggi mit Dario (3) und Chiara (1): «Vor zwei Jahren sind wir ins Westquartier gezogen. Mich freut es, dass die Stadt lebt und wächst. Wir gehen gerne auf den grossen Spielplatz im neuen ‹Im Lenz›-Quartier.»
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Lenzburg feiert 10'000 Einwohner
Pia und Kurt Urech: «In den vergangenen Jahren wurde die Stadt von vielen Baukränen beherrscht. Wir freuen uns, wenn wir an einem Ort den freien Blick in die Natur haben. Es ist schade, dass schönes Kulturland wie die Widmi verloren gegangen ist.»
Stadtammann Daniel Mosimann: «Wo Licht ist, ist auch Schatten. Durch das Bevölkerungswachstum verschärfen sich gewisse Infrastrukturprobleme. Ich denke da in erster Linie an die Strasseninfrastruktur und den Bahnhof.»
Werner Christen und Regula Landolt Christen: «Man muss nicht immer über die Probleme reden, sondern die Chancen akzentuieren, die ein solches Wachstum mit sich bringt.»
Florian Zgraggen, David Danko, Andrea Möhl und Timo Notter (v.l.): «Bei all dem Wachstum vermissen wir in Lenzburg Ausgangsmöglichkeiten für die Jungen.»

Beatrice Jäggi mit Dario (3) und Chiara (1): «Vor zwei Jahren sind wir ins Westquartier gezogen. Mich freut es, dass die Stadt lebt und wächst. Wir gehen gerne auf den grossen Spielplatz im neuen ‹Im Lenz›-Quartier.»

Chris Iseli

Die Schallgrenze von 10 000 Bewohnern wurde erreicht, laut dem Einwohnermeldeamt betrug die Einwohnerzahl am 24. November bereits 10 125. «Der Stadtrat freut sich an der Entwicklung unserer Kleinstadt. Neue Menschen und auch Betriebe ziehen bei uns ein», sagte Stadtammann Daniel Mosimann bei seiner Begrüssungsrede in der Brasserie Barracuda im neuen Quartier «Im Lenz».

Dort, wo Lenzburg derzeit am meisten wächst (zusammen mit der Widmi), stiess der Stadtrat mit der Bevölkerung auf die jüngste Entwicklung an. Bewusst habe man auf die Ehrung einer einzelnen Person verzichtet, sagte Mosimann. Jeder Neuzuzüger trage zum Wachstum bei.

Mit einem Glas Wein in der einen und Häppchen in der andern Hand wurde rege über die aktuelle Bautätigkeit diskutiert: 30 Jahre lang war Lenzburg bei 7500 Einwohnern stagniert, seit Beginn der 2000er-Jahre geht die Post ab und die Stadt ist bevölkerungsmässig um rund einen Viertel gewachsen. Nicht zur Freude aller: «Wachstum war nötig. Aber es wurde verpasst, es zu steuern», sagte etwa Unternehmer Urs F. Meier.

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