Lenzburg
Erst 18 und schon so erfolgreich: Bronzemedaillen-Gewinnerin Nora Meister von Regierungsrat geehrt

Die Schwimmerin aus Lenzburg ist von den Paralympics in Tokio zurück. An ihrem ersten aussereuropäischen Wettkampf holte die 18-Jährige gleich die Bronzemedaille über 400 Meter Freistil. An ihrer Schule wurde sie am Mittwoch herzlich empfangen.

Valérie Jost
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Regierungsrat Alex Hürzeler (links) und Sportgymnasiumsrektor Kurt Büchler gratulierten Nora Meister zur Bronzemedaille.

Regierungsrat Alex Hürzeler (links) und Sportgymnasiumsrektor Kurt Büchler gratulierten Nora Meister zur Bronzemedaille.

Valérie Jost

Nicht viele Sportlerinnen haben mit nur 18 Jahren schon so viele Erfolge vorzuweisen wie die Lenzburgerin Nora Meister. Nun konnte sie ihre Leistungen der letzten Jahre mit einer Medaille an ihren ersten Paralympischen Spielen toppen: Über 400 Meter Freistil erschwamm sich Meister in Tokio Bronze.

Seit Montag ist sie zurück in der Schweiz. An ihrer Schule – sie ist im Abschlussjahr des Sportgymnasiums der Alten Kantonsschule Aarau (AKSA) – wurde sie am Mittwoch feierlich empfangen. «Ich freue mich über die grosse Aufmerksamkeit , gleichzeitig ist es surreal», sagte sie.

Sie werde als erste aktive Sportschülerin mit einer Olympiamedaille «in die Geschichte der Schule eingehen», sagte Kurt Büchler, AKSA-Prorektor und Leiter des Sportgymnasiums. Eben falls gratulierte ihr Alex Hürzeler, Regierungsrat und Vorsteher des Departements Bildung , Kultur und Sport. «Die Medaille ist sogar noch besonderer, weil es von den 14 Schweizer Paralympics- Medaillen die einzige im Schwimmen ist», sagte Hürzeler und üb ergab Meister zusätzlich zu Blumen und eine m «süssen Geschenk» der Schule (Meister ist als Süssigkeiten-Liebhaberin bekannt) eine Leistungsprämie des Swisslos-Sportfonds.

Trotz verlorenem Weltrekord optimistisch

Die Goldmedaille über 400 Meter Freistil ging an Yuyan Jiang. Die Chinesin unterbot zudem den Weltrekord, den Meister im Mai aufgestellt hatte, um acht Sekunden. Ein Wermutstropfen für die Gymnasiastin? Mitnichten: «Ich wusste, dass Jiang eine sehr starke Schwimmerin ist, schliesslich hielt sie den Weltrekord vor mir. Ich gönne ihr den Sieg sehr», sagte Meister. Und: «Ich hoffe natürlich, dass ein erneutes Brechen des Rekords in meiner Reichweite liegt.»

Meister schwimmt auf Wettkampfniveau, seit sie acht Jahre alt ist, und trainiert rund 20 Stunden pro Woche beim Schwimmclub Aarefisch. Ihre körperliche Behinderung, eine partielle Gelenksteife, wirkt sich mehrheitlich in den Beinen aus; deshalb setzt sie beim Schwimmen vor allem die Arme ein. Nach ihrem Erfolg bei den Paralympischen Spielen stehe als nächster grosser Wettkampf nächstes Jahr die Weltmeisterschaft in Madeira (Portugal) an, so Meister.

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