Umzug ins Stapferhaus

Lenzburg erhält ein Schloss-Bistro mit Gartenbeiz

So sieht das Schloss-Bistro auf der Lenzburg im heutigen Zustand aus.

So sieht das Schloss-Bistro auf der Lenzburg im heutigen Zustand aus.

Neben der Fassadenrenovation gibt es im Schloss Lenzburg eine weitere Veränderung: Das Schloss-Bistro zieht aus den Gebäuden Palas und Turm auf die Saison 2019 ins Stapferhaus.

Das Schloss Lenzburg erlebt seine grösste Fassadenrenovation seit 1985. Doch nicht nur am Antlitz der Burg tut sich etwas, auch im Innenleben gibt es Veränderungen. Das Schloss-Bistro zieht aus den Gebäuden Palas und Turm auf die Saison 2019 ins Stapferhaus. Zuerst muss das Gebäude für 1,9 Millionen Franken umgebaut werden. Seit gestern liegt das Baugesuch auf. Das Bistro zieht ins Erdgeschoss des Hauses.

Dort bleibt die Raumaufteilung bestehen. Auf ein Entree folgen zwei Bistroräume à 49 und 61 Quadratmeter. Am grösseren Raum angeschlossen befindet sich die Küche. An dieser muss nichts Grundlegendes geändert oder hinzugefügt werden. «Mit der Küche könnte man schon heute grössere Gruppen von Personen bewirten», sagt Christoph Hofstetter, Aktuar der Stiftung Schloss Lenzburg. Aus dem Bistro soll kein Speiserestaurant werden. Momentan wird das Restaurant von Museum Aargau betrieben, ab 2019 wird es vom Lenzburger Mercure Krone Hotel geführt. «Es wird ein einfaches Restaurant», sagt Hofstetter. «Vermutlich auch mit Selbstbedienung an einer Theke.»

Neuer Name ist alter Name

Die Räume des Bistros sind so hoch wie zwei Geschosse. Daneben hat es im ersten Obergeschoss ein 34 Quadratmeter grosses Zimmer, das heute als Sitzungszimmer genutzt wird. Über dem grossen Bistroraum liegt eine Galerie à 29 Quadratmeter. Im 2. Obergeschoss sind heute Büroräume, dort werden nicht tragende Wände entfernt, zwei Räume zur Mehrfachnutzung entstehen.

Das neue Bistro hat mehr Sitzplätze. Draussen werden auf dem Kies Tische aufgestellt. Am Garten werde nichts verändert, versichert Hofstetter. Die Stiftung Stapferhaus zieht in ihren Neubau am Bahnhof. Die Räume auf dem Schloss können für Veranstaltungen bei der Stiftung Schloss gemietet werden. «Doch wir sind auch offen für eine dauerhafte Vermietung», sagt Hofstetter.

Der Umbau soll bis Ende März 2019 abgeschlossen sein, sagt Hansruedi Urech, Architekt und Projektleiter für die gesamte Sanierung. Er kennt sich aus mit alten Gemäuern: «Umbauten im historischen Kontext können immer Überraschungen bergen. Das Stapferhaus hat im Verlauf der Jahrhunderte verschiedene Umbauetappen durchgemacht», sagt er. Keine Überraschung ist der neue Name: Nach dem Abgang des Stapferhauses heisst das Gebäude wieder wie früher Bernerhaus.

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