Lenzburg
Erdbebenschutz und höhere Tore: Feuerwehrgebäude soll Millionen-Lifting erhalten

Für rund 1,053 Millionen Franken soll das Lenzburger Feuerwehrgebäude erdbebensicher gemacht und gegen Oberflächenwasser geschützt werden. Zudem soll es höhere Tore und eine neue, umweltfreundlichere Heizung erhalten.

Valérie Jost
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Soll den Kredit fürs Feuerwehrgebäude genehmigen: der Lenzburger Einwohnerrat bei einer Sitzung im Schloss-Rittersaal.

Soll den Kredit fürs Feuerwehrgebäude genehmigen: der Lenzburger Einwohnerrat bei einer Sitzung im Schloss-Rittersaal.

Fritz Thut / Lenzburger Bezirksanzeiger

Das Gebäude in Lenzburg, in dem die Fahrzeuge der Feuerwehr und des Zivilschutzes (Region Lenzburg Seetal) stehen, muss erdbebensicher werden. Das ist seit langem klar: Schon 2005 wurde die Fahrzeughalle geprüft. Nun ist das Projekt im Finanzplan eingestellt.

Die fertige Vorlage kommt am 28. Oktober zum zweiten Mal in den Einwohnerrat – am 6. Juli wurde ihre Behandlung vertagt, um auch die Erhöhung der drei Fahrzeughallen-Tore mit hinein nehmen zu können. Die Tore sind heute 3,5 Meter hoch, die Feuerwehr wünscht sich 4 Meter: «Um bei der Beschaffung der Fahrzeuge, die auf Bestellung angefertigt werden, weniger eingeschränkt zu sein und auf bestehenden Fahrzeugen etwa eine weitere Leiter mitführen zu können», wie Daniel Käppeli von der städtischen Abteilung Immobilien auf Anfrage sagt.

Die drei seit 2014 bestehenden Tore werden nach ihrem Ersatz aber nicht weggeworfen, sondern recycelt: Sie sollen in der Einstellhalle der Zivilschutzorganisation wieder eingebaut werden und dort die bald 45-jährigen Falttore ersetzen, wie es in der Vorlage heisst.

Eine Gasheizung wäre günstiger, aber nicht umweltfreundlich

Einen Kredit von 1'052’500 Franken soll der Rat für das gesamte Projekt bewilligen. Die effektiven Kosten für die Stadt – nach Abzug aller Subventionen – betragen 915’500 Franken, den grössten Teil macht die Erdbebenertüchtigung (während der zudem die Beleuchtung durch LED-Leuchten ersetzt wird) aus. Fürs Geld gibts daneben aber auch Massnahmen gegen das Oberflächenwasser und eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe statt der momentanen Gasheizung.

Bei diesem Punkt wurden mehrere Optionen geprüft. Am günstigsten wäre der 1-zu-1-Ersatz durch eine neue Gasheizung für 75’000 Franken. Dies sei jedoch «mit den Zielen der Energiestadt», wie Lenzburg eine ist, «nicht zu vereinbaren», so die Vorlage. Die jetzt beantragte Luft-Wasser-Wärmepumpe wird 250’000 Franken kosten. Diese «zukunftsgerichtete Lösung» fördere nicht nur die Ziele der Energiestadt, es lassen sich damit jährlich auch über 15’000 Franken Energiekosten einsparen, heisst es weiter. Damit seien die Mehrkosten gegenüber einer neuen Gasheizung innert 12 Jahren amortisiert. Daneben soll es auf dem Dach der Fahrzeughalle dereinst eine Solaranlage geben (die SWL ist als Investor «grundsätzlich interessiert»).

Der Oberflächenwasserschutz soll Anfang 2022 umgesetzt werden. Die Erdbebenertüchtigung, die Torerhöhung und die neue Heizung folgen dann ab Frühling 2022, es wird mit drei bis vier Monaten Bauzeit gerechnet.

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