«Wir wollen keine Kistli-Ausstellung mit trennenden Seitenwänden», erklärt OK-Präsident Erhard Luginbühl.

Das Motto «Faszinationen» zieht sich wie ein roter Faden durch die Gewerbeausstellung. Die Kreativität soll schon bei den Ständen beginnen. «Ausserdem können die Besucher so die Betriebe einmal von innen sehen», fügt Luginbühl hinzu.

Wie bereits an der letzten Gewerbeausstellung vor 6 Jahren nehmen auch diesmal rund 70 Aussteller teil. Die meisten stammen aus Möriken-Wildegg, einzelne kommen aber auch aus umliegenden Gemeinden. «Die Ausstellung steht allen offen», bestätigt Luginbühl. Und so präsentieren sich den Besuchern Produkte und Dienstleistungen aus den verschiedensten Branchen.

13 Lernende bauen ein Holzhaus

Es sind nicht nur angehende Schreiner oder Zimmerleute, die sich am Bau eines kleinen Holzhauses für die Tombola beteiligen, sondern Lernende aus allen möglichen Berufen. So traf die az bei ihrem Besuch beim Holzbau Schärer & Söhne in Möriken den Metzgerlehrling Christoph Arreaza, Rahel Wyss und Ursula Bolliger von der Gartenbauschule Niederlenz, den angehenden Betriebsunterhaltsfachmann Andreas Brüllhardt sowie Valentin Räber, der als Zimmermannlehrling im 3. Lehrjahr das Projekt leiten darf.

Sie alle waren mit grossem Eifer dabei, die nötigen Balken für das rund 3 auf 7 Meter grosse Häuschen vorzubereiten. «Es ist faszinierend zu sehen, mit welchem Einsatz die jungen Leute an der Arbeit sind», lobt der Chef Daniel Schärer.

Attraktionen zum Mitmachen

Die Besucher müssen sich nicht aufs Schauen und Zuhören beschränken, sondern können selber aktiv werden – etwa beim Bagger-Geschicklichkeitsfahren, an der Kletterwand oder auf dem Bike-Parcours. Und warum nicht mit den Kindern einen Vogel-Nistkasten basteln oder sein eigenes Verlängerungskabel herstellen? Und dabei die Faszination und Freude über etwas Selbstgemachtes erleben.

Der Bahnhof von Möriken

Was? Ein Bahnhof in Möriken? Weshalb ein Haus in Möriken früher «de Bahnhof» hiess, erfährt man im Festführer zur Gewerbeausstellung. Ebenso faszinierend sind Kurt Schärers Erzählungen über das «Schnapshöttli vo Mörke» und die «Ziegelhötte vo Mörke», notabene in Möriker Mundart. Hanna Frey-Baumann erzählt Faszinierendes aus ihrer Kindheit und wie sie sich als junge Frau in Möriken einlebte und zu Beginn ihre liebe Not mit den Dorf- und Flurnamen hatte. Ergänzt werden die Geschichten, die den Festführer zu einer faszinierenden Broschüre machen, von einem Auszug aus dem Gemeindejahrbuch 1953–1954. Darin wird erzählt, wie das Möriker Neufeld im Birch entstand. Grund genug also, den Festführer mit seinem faszinierenden Inhalt auch nach der Ausstellung aufzubewahren.

Öffnungszeiten: Freitag, 25. April, 16 bis 21 Uhr, Samstag, 26. April, 10 bis 21 Uhr, Sonntag, 27. April, 10 bis 18 Uhr.