Lenzburg

«Lebensraum»-Vizepräsident: «Alle haben Lasten zu tragen»

Der Lenzburger Bahnhofplatz soll ein neues Gesicht bekommen; Bäume, Rasenstreifen und die Parkplätze rechts verschwinden.

Der Lenzburger Bahnhofplatz soll ein neues Gesicht bekommen; Bäume, Rasenstreifen und die Parkplätze rechts verschwinden.

Beiträge von Aussengemeinden an die Sanierung des Bahnhofplatzes bleiben wohl Wunschdenken. «Lebensraum»-Vizepräsident Heinz Bürki winkt auch ab: «Als Bezirkshauptort hat man halt gewisse Funktionen.»

Die Beteiligung von andern Gemeinden an den Kosten für die Sanierung des Bahnhofplatzes, wie sie letzte Woche Parlamentarier an der Lenzburger Einwohnerratssitzung teilweise mit Nachdruck forderten, ist illusorisch. Nachdem der aktuelle Seenger Vizeammann und ehemalige Lenzburger Einwohnerratspräsident Dieter Gugelmann dem Ansinnen in einem Leserbrief eine Abfuhr erteilt hatte, winkt auch Heinz Bürki ab: «Alle Gemeinden haben Lasten zu tragen.»

Ineffizienter Mechanismus

In seiner Doppelfunktion als Gemeindeammann der Nachbargemeinde Seon und als Vizepräsident der Gemeindeorganisation Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS) ruft Bürki den Lenzburgern ihre Pflichten in Erinnerung: «Als Bezirkshauptort hat man halt gewisse Funktionen.»

Andere Gemeinden müssten auch Kosten berappen, die nicht nur den eigenen Bürgern zugutekommen. Als Beispiele erwähnt Bürki wie Gugelmann im Leserbrief die Seeanrainergemeinden mit ihren Vorkehrungen für den Ausflugsverkehr oder dann die eigene Gemeinde Seon mit ihren überdurchschnittlichen Aufwendungen für den Transitverkehr und den öffentlichen Verkehr.

Gemäss Bürki sei es der Stadt Lenzburg jedoch freigestellt, einen entsprechenden Antrag auf Solidaritätsbeiträge in den LLS einzubringen. Ein ähnlicher Vorstoss, so erinnert sich der langjährige Seoner Ammann, sei beim Regionalplanungsverband, dem LLS-Vorgänger, schon einmal diskutiert worden, aber chancenlos geblieben.

Einen idealen Verteilschlüssel für regionale Aufgaben der einzelnen Gemeinden zu finden, sei enorm schwierig, warnt Bürki und zeigt eine Stufe höher: «Der Finanzausgleich des Kantons passt auch nicht allen Gemeinden.» Im LLS einen «neuen Apparat aufzuziehen, bringt wohl nur einen fraglichen Ertrag», mutmasst Bürki.

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