Hallwil
Landi-Markt mit «einzigartigem Standort» steht vor der Eröffnung

Diesen Donnerstag öffnet der Landi-Markt der Landi Unteres Seetal seine Türen – nur sieben Monate nach dem Spatenstich. Zur Landi gehören 100 Parkplätze. Und sie wartet mit mehreren Besonderheiten auf.

Fritz Thut
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Baukommissionspräsident und Verwaltungsratspräsident Reinhard Gloor vor dem Landi-Markt in Hallwil, der übermorgen öffnet.

Baukommissionspräsident und Verwaltungsratspräsident Reinhard Gloor vor dem Landi-Markt in Hallwil, der übermorgen öffnet.

Fritz Thut

Wenn bodenständige Praktiker etwas anpacken, geht es ruckzuck. Sieben Monate und ein paar wenige Tage nach dem Spatenstich Ende August des letzten Jahres wird übermorgen Donnerstag in Hallwil auf dem Areal der ehemaligen Kistenfabrik der neue Landi-Markt eröffnet.

Auf einer Fläche von fast 2000 Quadratmetern wird das gesamte Landi-Sortiment für Heim, Haus und Hof angeboten. Bei den Frischwaren in der Lebensmittelabteilung wird dabei ein besonderes Augenmerk auf lokale Anbieter gelegt: «Brot, Fleisch- und Milchprodukte stammen aus dem Seetal», sagt Reinhard Gloor bei einem Rundgang.

Der Verwaltungsratspräsident der Landi Unteres Seetal, der sich als Baukommissionspräsident auch persönlich stark bei der Realisierung des Hallwiler Ladens engagierte, räumt fast im gleichen Atemzug ein: «Es war nicht so einfach, die entsprechenden Produzenten zu finden, wie wir ursprünglich gedacht haben.»

Solo nach geplatzter Fusion

Nun ist jedoch alles parat. Und dies ist keine Selbstverständlichkeit. Das Projekt Landi Hallwil, zu dem auf weiteren 1000 Quadratmetern im angrenzenden Gebäude der Bärtschi Transporte auch ein Agrar-Center mit speziellem Landwirtschaftsbedarf gehört, war ursprünglich zusammen mit der Landi Seengen (heute Landi Hallwilersee) geplant.

Nachdem dort die Basis im Juni 2013 der nötigen Fusion der beiden Genossenschaften knapp (eine Stimme fehlte zur nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit) eine Absage erteilt hatte, entschloss sich die in Seon ansässige Landi Unteres Seetal, das Vorhaben im Alleingang durchzuziehen. «Wir hatten nur drei Tage für einen Entscheid», blickt Gloor zurück.

Doch die Genossenschafter im untern Seetal zeigten sich risikofreudig und stimmten an einer ausserordentlichen Generalversammlung dem nötigen Kredit von rund 7 Millionen Franken ohne Gegenstimme zu und somit konnte das Vorkaufsrecht für das ideal neben Seetalstrasse und Seetalbahn gelegene Grundstück wahrgenommen werden.

«Der Standort ist einzigartig. Man findet zwischen Seon und Hitzkirch nichts Gleichwertiges», ist der Verwaltungsratspräsident von den Qualitäten der Lage voll überzeugt.

Kaffee-Ecke und Bancomat

In den letzten Monaten ist ein Zweckbau mit Normelementen und der Landi-typischen türkisfarbenen Fassade entstanden. Geheizt wird jener Teil des Gebäudes, wo das «Landi-warm-Angebot» feilgeboten wird, mit Pellets. Das Landi-kalt-Sortiment ist überdacht, aber ungeheizt.

Der Bau in Hallwil zeichnet sich zudem durch einige Besonderheiten aus – nicht immer zur Freude der Fenaco- oder Landi-Schweiz-Verantwortlichen. Eine kleine Kaffee-Ecke wie in Hallwil ist in andern Landi-Läden eher verpönt. Zudem steht hier im Innern ein Raiffeisen-Bancomat.

100 Parkplätze

Neben dem grossen geteerten Parkplatz mit rund 100 markierten Feldern befindet sich eine Unterflur-Sammelstelle, wo die meisten Abfälle korrekt entsorgt werden können. «Ursprünglich stand dies auf der Wunschliste der Standortgemeinde, doch inzwischen besteht dort kein Bedarf mehr und wir betreiben die Sammelstelle auf eigene Rechnung», so Gloor. Mit dem Hintergedanken, dass die Recyclinganlage noch einige zusätzliche Kunden anlockt.

Für die Landi Unteres Seetal geht die Rechnung nur auf, wenn der Hallwiler Landi-Markt genug Umsatz generiert. Reinhard Gloor: «Es ist das mit Abstand grösste Werk während meinen 24 Jahren im Vorstand. Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass es gut kommt. Für uns ist dies ein Schritt in die Zukunft.»