Fast eineinhalb Jahre ist es schon her, seit Künstler Lukas Senn den Rupperswiler Pinocchio ins Leben gerufen hat (die az berichtete). Lukas Senn fertigte damals aus einem Baumstrunk in Jacques Staubers Garten einen Pinocchio an. Nur ein einziges Werkzeug nahm er dafür in die Hand: Die Motorsäge.

«Jacques Stauber bringt mir heute noch Schokolade.» Die Zeit in Staubers Garten hat offensichtlich Spuren hinterlassen. Der Pinocchio sei eine bekannte Attraktion geworden: «Es gab sogar Firmenausflüge zum Pinocchio.»

Holz trifft auf Acryl

Momentan konzentriert sich der Künstler ganz auf seine nächste Ausstellung. Vom 6. April bis 27. September 2014 wird er mit Margrith Zuberbühler aus Uitikon in der Klinik aarReha Schinznach seine neusten Werke ausstellen. «Margrith ist für das Bestücken der Wände zuständig und ich für den Boden», sagt Senn.

Margrith Zuberbühler malt ausschliesslich Bilder mit Acrylfarben und setzt mit Sand, Kohle und anderen Strukturmaterialien Akzente. Am Sonntag, 6. April, findet um 15.30 Uhr die Vernissage mit Musik und Apéro statt.

Das Herzstück von Senns Ausstellung ist das 2,5 Meter hohe Pferd, das im Innenhof der aarReha das Zentrum bildet. Für Senn ist dies die bisher grösste Ausstellung, an der er teilnimmt. «Einige Kunstwerke sind speziell auf das Thema Gesundheit und Krankheit ausgerichtet», erzählt er. Bei kranken Bäumen beispielsweise gäbe es immer noch einen gesunden Teil, sonst würde der Baum nicht mehr stehen.

Skulpturen aus krankem Holz

Senn hat die Baumteile so bearbeitet, dass das kranke Holz mit seiner Vielfältigkeit an Farbe und Form, sichtbar geworden ist. Das kranke Holz ist von gesundem Holz umgeben. Von diesem wird die Skulptur gestützt.

So werde der schmale Grat zwischen Krankheit und Gesundheit dargestellt, erklärt Senn. Auch er wird täglich durch seine Arbeit mit den Themen Krankheit und Gesundheit konfrontiert: «Durch die schweren Materialien und Sägen habe ich oft Schmerzen im Rücken und in den Handgelenken.»