Das Tier wurde durch den zuständigen Jagdaufseher getötet, wie Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, der az sagte. Weil sich die Kuh nicht einfangen liess, habe der Besitzer die Einwilligung zum Abschuss gegeben.

Das Tier hatte sich am Mittwoch um 11 Uhr auf dem Areal der Vianco-Arena in Brunegg losgerissen und verschwand darauf im nahgelegenen Wäldchen. Eine erste Suche verlief erfolglos.

In neuem Glanz: 20 Monate nach dem Brand wird am Sonntag die wiederaufgebaute Arena eingeweiht. (to)

Die Kuh konnte sich während eines Transports auf dem Areal der Vianco-Arena losreissen. (Bild: Toni Widmer)

Flucht vor dem Schlachter

Der Kuh gelang die Flucht beim Verladen von einem Transporter zum anderen - Endstation wäre ein Schlachthof gewesen. Der letzte Besitzer, die Carnex AG, wollte bis zu Publikationsschluss gegenüber az keine Stellung nehmen.

Am späten Abend erhielt die Kantonspolizei die Meldung, dass eine Kuh auf dem Kreisel bei der Autobahn-Ausfahrt Mägenwil stehe. Schnell war eine Polizeipatrouille vor Ort – das Tier jedoch reagierte schneller als die Polizei erlaubt und verschwand in der Dunkelheit.

Vorsorglich auch SBB informiert

Um 1 Uhr morgens brachen Polizei, Kuh-Besitzer und Jäger die Suche ab. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Bahnlinie Lenzburg-Brugg wurde auch die SBB-Verkehrsleitzentrale informiert.

Kurz nach 4 Uhr morgens tauchte die Kuh wieder beim Kreisel auf, was mehrere Anrufe bei der Kantonspolizei zur Folge hatte. Diese kontaktierte erneut Besitzer, Jagdaufseher und SBB – nur die Kuh war inzwischen bereits wieder weg. Um Unfälle im Morgenverkehr zu vermeiden, stellte die Polizei Warnsignale auf. (pi/cbk)