Lenzburg
Krone-Direktor will Rahmenprogramm aufmotzen: «Jugendfest hat mehr Potenzial»

Es ist das zweite Jugendfest für «Krone»-Direktor Marc A. Kilchenmann, und er hat grosse Pläne: «Das Jugendfest hat noch mehr Potenzial.» Kilchenmann will, dass die Festbesucher abends länger auf der «Schützi» bleiben.

Janine Gloor
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Lunapark allein reicht nicht: Der «Krone»-Direktor will die Lenzburger am Jugendfest-Wochenende mit Livemusik auf die «Schützi» locken. Symbolbild/Archiv

Lunapark allein reicht nicht: Der «Krone»-Direktor will die Lenzburger am Jugendfest-Wochenende mit Livemusik auf die «Schützi» locken. Symbolbild/Archiv

Peter Siegrist

Das Hotel Krone ist für das Jugendfestznacht zuständig. Mit einem neuen Rahmenprogramm sollen die Festbesucher am Freitag und am Samstag bis um zwei Uhr morgens unterhalten werden. «Ich will zweigleisig für Jung und Alt fahren», sagt Kilchenmann. Er will die Reithalle wieder beleben: Am Freitagabend sollen dort für die 16- bis 25-Jährigen Konzerte stattfinden. Das erste Konzert soll vor dem Feuerwerk steigen, der Krone-Chef will eine junge Band aus dem Aargau auftreten lassen. Danach, noch vor Mitternacht, soll als Hauptact eine schweizweit bekannte Band die Bühne rocken. Kilchenmann will noch keine Namen nennen, die Offerten seien aber bereit.

Zwischen den Konzerten und nach der Hauptband soll ein DJ für Stimmung sorgen. Für das ältere Publikum spielt derweil eine Liveband auf der bekannten Holzbühne zum Tanz auf. Sämtliche Konzerte sind gratis. Der Stadtrat hat das Programm von Marc Kilchenmann bewilligt. «Ich sehe das Programm auf der Schützenmatte als Zusatz zum ordentlichen Festprogramm», sagt Heidi Berner, die dieses Jahr zum letzten Mal die Jugendfestkommission präsidiert. «Der Zeitrahmen des Jugendfests soll nicht gestört werden», betont Kilchenmann. Auch am Samstag kann auf dem Holzboden bis zwei Uhr morgens zu Livemusik getanzt werden. Am Sonntag will Kilchenmann mit einem Frühschoppen auf die «Schützi» locken. Ihm sei aufgefallen, dass die Lenzburger am Sonntag nicht mehr auf die Schützenmatte gehen.

Das Jugendfest markiert den Beginn der Sommerferien. Marc Kilchenmann möchte mit seiner Programmerweiterung dafür sorgen, dass die Besucher die Abfahrt in die Ferien auf den Montag verschieben. «Das Jugendfest soll ein Event werden», sagt er. «Das ist meine Vision.» Der Stadtrat hat für Kilchenmanns Rahmenprogramm für dieses Jahr grünes Licht gegeben. «Wir wagen den Versuch und schauen, wie es ankommt», sagt Stadträtin Berner.

Letztes Jahr wurde in der Rathausgasse nach dem Feuerwerk mit Barbetrieb und Musik das Jugendfest abgerundet. Viele, die nach mehrtägigem Festen inklusive Manöver nach Hause schlurfen wollten, blieben noch auf ein letztes Bier. Das wird es dieses Jahr nicht mehr geben. «Die Anwohner haben sich wegen der Musik beklagt», sagt Heidi Berner. Wenn an einem Ort in der Gasse Musik spiele, sei das überall zu hören. Kommentar rechts