Lenzburg

«Krone»-Direktor verspricht: «Wir bleiben unserem Konzept treu»

Im Moment ist die «Krone» eingerüstet und wird aufgefrischt. Pascal Meier

Im Moment ist die «Krone» eingerüstet und wird aufgefrischt. Pascal Meier

Die 250-jährige «Krone» wird für rund drei Millionen Franken dem «Mercure Hotel»-Standard angepasst.

Eingerüstet und aufgerüstet wird das Gasthaus, ohne seine Traditionen zu verlieren, verspricht «Krone»-Direktor Marc A. Kilchenmann. Nebst dem Besitzerwechsel von Familie Gerber zur Gruppe Aargau Hotels von Rolf Kaspar und Dominik Wyss schliesst sich die «Krone» der Accor-Hotelvereinigung Mercure Hotel an. «Man verspricht sich mit dieser Kooperation zusätzliches internationales Business, vor allem an den Wochenenden», begründet Kilchenmann den Schritt. In der Krone werde eine neue Ära eingeläutet. Und: «Wir haben den Anspruch, eines der besten 4-Sterne-Hotels zwischen Zürich und Bern werden.»

So werden die Gäste am Haupteingang künftig mit der Marke «Mercure Hotel» begrüsst, welche auch an der Hausfront an der Schützenmattstrasse prangen wird. Die Aufschrift «Hotel Krone» bleibt am Altbau. Selbstverständlich wird das Wirtshausschild mit der frisch vergoldeten Krone weiterhin glänzen.

Auflagen der Accor-Gruppe

Mit dem Anschluss an die Accor-Gruppe, den grössten Hotelbetreiber Europas (Sofitel, Pullman, Novotel, Ibis), müssen die Zimmer renoviert werden, um den Anforderungen der französischen Kette gerecht zu werden. Dazu will man bis zu drei Millionen Franken aufwenden, erklärt Kilchenmann. Bereits begonnen hat die Fassadensanierung am historischen Haus. Der gelbe Farbton, mutmasslich 1967 angebracht, bleibt erhalten, aufgefrischt werden die grünen Fensterläden, die grauen Fenstereinfassungen, die braunrote Dachuntersicht und die Gauben. Die Karyatiden, Skulpturen mit weiblichen Figuren, welche das mächtige Dach tragen, werden gründlich restauriert. Die Renovationsarbeiten des rund 250 Jahre alten Gebäudes erfolgen unter Einbezug des Denkmalschutzes «in sehr guter Zusammenarbeit. Es ist ein Geben und Nehmen», so der Direktor.

Essnischen bleiben

In naher Zukunft folgt die Fassadensanierung des alten Hoteltraktes, die hell und freundlich werden sollen, der Frühstücksraum wird erneuert und bis Anfang Mai sind die umgebauten Gästezimmer fertiggestellt.

«Grundsätzlich bleibt die ‹Krone› die ‹Krone›», resümiert Hoteldirektor Kilchenmann die Neuerungen. «Wir bleiben unserem Konzept auch in Zukunft treu. Die Küche unter Küchenchef Martin Blaser bleibt weiterhin traditionell national und regional ausgerichtet.» Ebenso räumt Kilchenmann Bedenken aus, dass die von den Gästen beliebten Nischen im Restaurant verschwinden könnten. «Die Privatsphäre bleibt hier unangetastet.»

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