Kreisschule Lotten
Kreisschule Lotten: Pro-Komitee kritisiert Vorgehen der Gemeinderäte

Das Pro-Komitee der Kreisschule Lotten wirft den Behörden vor, Strukturprobleme der Oberstufe zu ignorieren. Die Kritik kann man bei den Gemeinden nicht verstehen. «Wir haben den Volkswillen umgesetzt.»

Pascal Meier
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Das Schulhaus Schafisheim, Sitz der Kreisschule Lotten.

Das Schulhaus Schafisheim, Sitz der Kreisschule Lotten.

Zur Verfügung gestellt

Nach dem Entscheid der Gemeinden Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil, die gemeinsame Kreisschule Lotten in der heutigen Form beizubehalten, hat sich die Aktionsgruppe «Pro Kreisschule Lotten» am Montag in einem offenen Brief an die drei Gemeinderäte gewandt.

Im Schreiben, das der Aargauer Zeitung vorliegt, begrüsst das Komitee, dass die Gemeinderäte den Volkswillen respektieren und nach dem wuchtigen Nein an den drei Gemeindeversammlungen auf die geplante Auflösung der gemeinsamen Oberstufe verzichten.

Enttäuscht ist die Aktionsgruppe «Pro Kreisschule Lotten» jedoch, wie der Entscheid zustande gekommen ist. «Weder die Kreisschulpflege Lotten, die Schulleitung noch die Aktionsgruppe wurden in die Beratungen bzw. den Entscheid eingebunden», schreibt die Aktionsgruppe im Brief. Unterzeichnet ist von Beat Bögli, der bis Sommer 2011 Mitglied der Kreisschulpflege Lotten war.

Kein Spielraum bei Entscheid

Die Gemeinderäte von Hunzenschwil, Schafisheim und Rupperswil haben den Entscheid alleine getroffen, wie der Schafisheimer Gemeindeammann Adolf Egli auf Anfrage bestätigt. «Und zwar einstimmig.»

Die Kritik an diesem Vorgehen kann Egli nicht nachvollziehen. «Wir haben nur den Volkswillen umgesetzt.» Dieser sei unmissverständlich: Die Kreisschule soll bleiben. «Es gab wenig Spielraum und damit auch keinen Grund, Dritte miteinzubeziehen», sagt Egli, der die vorbereitende Kommission «Quo vadis Kreisschule Lotten» geleitet hatte.

Thema erledigt – oder doch nicht?

Im offenen Brief wirft die Aktionsgruppe den drei Gemeinderäten weiter vor, mit dem Entscheid für den Status quo das Thema Kreisschule Lotten als erledigt zu betrachten. «Es entsteht sogar der Eindruck, dass das Geschäft aufgeschoben wird, um bei Eintreffen der Platznot wiederum die Auslagerung als einzige Lösung präsentieren zu können», heisst es im Schreiben wörtlich.

Adolf Egli weist auch diese Vorwürfe zurück. «Jetzt geht die Planung erst richtig los.» Schafisheim, Hunzenschwil und Rupperswil seien bereits an der Schulraumplanung. Egli: «Das Volk hat entschieden. Die Aufhebung der Kreisschule Lotten ist definitiv vom Tisch.»