Der Zeitplan ist ehrgeizig, betont Gemeindeammann Rudolf Hediger. Bereits im August des kommenden Jahres soll das neue Schulhaus eingeweiht werden. Dieses wird mit dem bestehenden Juraschulhaus verbunden.

Damit dieses Ziel erreicht wird, muss die Bevölkerung an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 27. Januar einen Baukredit über 12,85 Millionen Franken genehmigen. Gegenüber dem Wettbewerbs-Projekt von 13,9 Millionen Franken kann damit rund eine Million eingespart werden. Die Kostensituation hat jedoch Erklärungsbedarf: In den 13,9 Mio. Franken sind 1,35 Mio. für die Projektierung enthalten. Bei den 12,85 Mio. fallen diese weg, schliessen neu jedoch rund 2 Mio. an Vorbereitungs- und Ausstattungskosten ein. Die tatsächlichen Einsparungen betragen demnach rund 1,7 Mio.

«Der Neubau soll mit dem bestehenden Juraschulhaus ein zusammengehörendes, harmonisches Ensemble bilden», erklärte der federführende Architekt Patrick Schmid den über 100 Besuchern an der Informationsveranstaltung im Rupperswiler Aarehaus. Der entstehende Gebäudekomplex wird einen grosszügigen Schulhof als Zentrum erhalten.

Der Neubau, der Schulzimmer und Spezialräume für Primarschule und Oberstufe bereitstellt, und das Juraschulhaus werden über das erste Obergeschoss miteinander verbunden.

Kosteneinsparungen gefordert

Nachdem die Schmid Schärer Architekten GmbH aus Zürich vor eineinhalb Jahren den Projektwettbewerb für den Neubau für sich entschieden hatte, war in Rupperswil die Forderung nach Kosteneinsparungen zu vernehmen. Diese Forderung nahm die Baukommission in der Folge in ihre Auflagen an den Generalplaner auf.

«Mit rund 40 verschiedenen Massnahmen konnten diese Kosteneinsparungen erreicht werden», erklärte der Gemeindeammann an der Informationsveranstaltung. Diese beinhalten unter anderem stark minimierte Umbaumassnahmen beim bestehenden Juraschulhaus. Auf die Frage eines Zuhörers, was passieren würde, werde der Baukredit abgelehnt, antwortete Rudolf Hediger: «Dann wird das Gebäude, das sich zurzeit am Ort befindet, abgerissen, der Platz eingeebnet und es werden provisorische Räume erstellt. Denn die Schulräume brauchen wir.»

Vorhaben geniesst Zustimmung

Ebenfalls abstimmen wird die Bevölkerung an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung über einen Kredit zur Umgestaltung der Dorfstrasse. Nach den Plänen des Gemeinderats, der sich bereits mit dem Kanton in Verbindung gesetzt hat, soll zwischen Birkenweg und Poststrasse für 548 000 Franken aus der Gemeindekasse eine Begegnungszone entstehen, wobei der Strassenabschnitt zwischen Seetal- und Juraschulhaus von gestalterischen Massnahmen geprägt sein wird.

An der Informationsveranstaltung schien das Vorhaben zur Verlangsamung des Verkehrs und zur Attraktivitätssteigerung des Dorfzentrums Zustimmung zu geniessen. Sorgen wurden dahingehend geäussert, ob es den Schulkindern gelingen würde, die Grenze zwischen Schulhausplatz und Begegnungszone zu erkennen. Andere Stimmen begrüssten die geplante Einführung eines allgemeinen Fussgängervortritts.

Eine Steuerfusserhöhung, wie im Publikum befürchtet, seit laut Berechnungen nicht nötig, sagte der Gemeinderat.