Fahrwangen
Kosten von 720'000 Franken: 29 Gebäude werden gegen Lärm saniert

Das Baudepartement plant Lärmschutz-Massnahmen entlang der Kantonsstrassen. Insgesamt kostet die Sanierung 720'000 Franken. Der Kanton beteiligt sich mit 313'000 Franken.

Pascal Meier
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Fahrwangen sagt Ja zum Finanzierungsreglement von Erschliessungsanlagen und der Gesamtrevision Nutzungsplanung.

Fahrwangen sagt Ja zum Finanzierungsreglement von Erschliessungsanlagen und der Gesamtrevision Nutzungsplanung.

Toni Widmer / Archiv

Spätestens 2018 sollen Anwohner von Strassen ruhig schlafen können. Bis dann müssen Gemeinden und Kantone als Eigentümer ihre Strassen so weit sanieren, dass die Lärm-Grenzwerte nicht überschritten werden – sofern möglich und wirtschaftlich sinnvoll.

So schreiben es auf Bundesebene Umweltschutzgesetz und Lärmschutzverordnung vor.

Verkehrswachstum: Prognose für die nächsten 20 Jahre

Für das Lärm-Sanierungsprojekt in Fahrwangen hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt die Verkehrsströme auf den Kantonsstrassen gemessen, ausgewertet und auf die kommenden 20 Jahre hochgerechnet. Die Analyse zeigt, wie das Verkehrsaufkommen in zwei Jahrzehnten in Fahrwangen aussehen könnte:
• K 252 Nord (Bärenplatz Richtung Sarmenstorf): Der Verkehr steigt von heute 8000 Fahrzeugen pro Tag auf 13 000 Fahrzeuge.
• K 252 Süd (Bärenplatz Richtung Aesch): Heute verkehren auf dieser Strecke täglich 5500 Fahrzeuge, in 20 Jahren werden es 9000 sein.
• K 370 (Bärenplatz Richtung Meisterschwanden): Das Verkehrsaufkommen steigt von heute 5500 auf 9000 Fahrzeuge pro Tag.
• K 369 West (Bärenplatz bis Verzweigung Schongauerstrasse): Das Teilstück wird heute im Durchschnitt von 3600 Fahrzeugen pro Tag befahren. In zwei Jahrzehnten werden es 6000 sein.
• K 369 Ost (Verzweigung Schongauerstrasse Richtung Bettwil): Die Ortsverbindungsstrasse verzeichnet heute pro Tag rund 2000 Fahrzeuge. In 20 Jahren werden 3500 erwartet.
• K 371 (Schongauerstrasse): Heute verkehren auf dieser Kantonsstrasse rund 600 Fahrzeuge pro Tag. In 20 Jahren wird diese Zahl gemäss Prognose auf rund 1000 Fahrzeuge steigen. (PI)

Landauf, landab misst deshalb der Kanton derzeit den Lärm entlang seiner Kantonsstrassen und erarbeitet Sanierungsprojekte für die betroffenen Gemeinden.

Ein solches liegt nun für Fahrwangen vor: Laut Analyse wird der Immissionsgrenzwert an den Kantonsstrassen nach Sarmenstorf, Bettwil, Meisterschwanden und Schongau in 20 Jahren bei 56 Gebäuden überschritten. Betroffen sind insgesamt 222 Personen.

Gemeinde zahlt 208'000 Franken

Gemäss Sanierungsprojekt sollen 29 Gebäude davon saniert werden, dh. Lärmschutzfenster und wo nötig Schalldämmlüfter eingebaut werden. Bei 19 Liegenschaften, wo der Immissionsgrenzwert überschritten wird, teilen sich Eigentümer und Staat die Kosten (7 weitere Eigentümer verzichten). Bei jenen 10 Gebäuden, wo sogar der Alarm-Wert erreicht wird, übernimmt der Staat alle Kosten.

Insgesamt kostet die Sanierung die öffentliche Hand 720'000 Franken. Der Bund beteiligt sich mit 199'000 Fr. (25%), der Kanton mit 313'000 Fr. (40%) und die Gemeinde mit 208'000 Fr. (35%). Die Eigentümer von Gebäuden mit Schallschutzmassnahmen tragen weitere 211'000 Fr.

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