Elektrizitätsversorgung

Kooperation oder Netz verkaufen: Beinwil am See steht vor der Strom-Frage

Der EWS-Strom ist etwa 10 Prozent günstiger als der heutige Beinwiler Strom. (Symbolbild)

Der EWS-Strom ist etwa 10 Prozent günstiger als der heutige Beinwiler Strom. (Symbolbild)

AEW oder EWS? Aus Sicht des Gemeinderates Beinwil am See ist die Zeit der gemeindeeigenen Elektrizitätsversorgung abgelaufen. Die regulatorischen Anforderungen würden laufend steigen und die Komplexität nehme mit fortschreitender Marktöffnung zu, schreibt Gemeindeammann Peter Lenzin im «Dorfheftli». Den Technischen Betrieben Beinwil am See fehle das nötige Fachwissen, es müsste teuer aufgebaut werden. «Der Gemeinderat will deshalb das operative Geschäft auslagern», so Lenzin. An der Wintergemeindeversammlung soll der Souverän darüber abstimmen, ob das Netz verkauft (allenfalls verpachtet) oder in eine Kooperation eingebracht werden soll. Weitere Details sollen später bekannt werden.

EWS-Strom wäre billiger, AEW-Strom teurer

Zwei Varianten sind naheliegend: Sinn machen könnte eine Kooperation mit dem AEW. Es liefert Beinwil bereits heute die Energie. Und es ist in den Seegemeinden Boniswil, Seengen sowie Meisterschwanden für die Stromversorgung zuständig. Sinn machen könnte aber auch ein Zusammengehen mit der EWS Energie AG, die den Gemeinden Reinach, Menziken, Gontenschwil, Zetzwil und Birrwil gehört. Aus Konsumentensicht wäre das – Stand heute – die günstigste Lösung. Der EWS-Strom ist etwa 10 Prozent günstiger als der heutige Beinwiler Strom. Und dieser etwa 10 Prozent günstiger als der Strom in den AEW-Gemeinden. (uhg)

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