Prinzessinnen rutschen auf dem Boden herum und sammeln Konfettis ein. Der Pirat lauscht mit offenem Mund der Guggenmusik, das Messer in der Hand. Ein kleiner Clown macht auf dem Schoss seiner Mutter eine Pause und stärkt sich mit einem Hotdog für die nächsten Spiele. Bereits zum 20. Mal fand am Samstag in der Mehrzweckhalle Birrwil die Kinderfasnacht statt – und nicht nur die Kleinen, sondern auch die Erwachsenen hatten grossen Spass daran.

Viele Kinder – und vor allem ihr Mütter – hatten bei den Kostümen keine Mühen gescheut. Immer beliebt bei den Mädchen: die Prinzessin. Bei den Buben standen Piraten und Clowns hoch im Kurs. Doch auch Ritter, Cowboys und ein Robin Hood mit Käppchen und Pfeilbogen tummelten sich in der Mehrzweckhalle. Das wichtigste für alle waren die Konfetti. Herrlich, die Papierfötzelchen in die Luft zu werfen und dem farbigen Regen zuzuschauen.

Seit 20 Jahren organisieren Mütter und Hausfrauen die Birrwiler Kinderfasnacht. Bereits seit 15 Jahren ist Sandra Hängärtner mit dabei. Viel verändert habe sich nicht in dieser Zeit, meinte sie. «Aber wir machen mehr Werbung, die Medienarbeit ist grösser geworden.» Nach wie vor soll der Anlass das Familienbudget nicht stark belasten, der Eintritt ist gratis, Verpflegung und Getränke gibt’s zu moderaten Preisen.

Als Kinder haben sich auch Melanie und Nadine, die Töchter von Sandra Hängärtner, für den Maskenball verkleidet. «Mami hat die Kostüme genäht und wir haben uns immer sehr auf den Anlass gefreut, vor allem auf die Spiele», erzählten die beiden. Heute sind sie 20 und 18 Jahre alt und halfen zum ersten Mal bei der Organisation mit. So enthusiastisch, wie sie als Kinder selbst mitgemacht hatten, setzten sie sich nun als Leiterinnen bei den Spielen ein, führten die Polonaise an und verteilten Hotdogs an hungrige Mäuler.