Die Idee des klimaneutralen Cinemas ist einfach: Mit zwei Fahrrädern transportiert das Team sein Filmmaterial morgens auf Anhängern zum Veranstaltungsort. Während des Tages erzeugen die mobilen Solarpanels Energie für den Kinobetrieb und am Abend wird zwischen zwei Bäumen oder Leuchtern die selbst genähte Leinwand gespannt - fertig ist das umweltfreundliche Kino. Bänke oder Stühle haben auf den Anhängern freilich keinen Platz, deshalb bringen die Besucher ihre Sitzgelegenheit selbst mit. Die Solarpanels produzieren genug Energie für zwei Vorstellungen. Auch einzelne trübere Tage überlebt das Helvetas Cinema Sud ohne (Energie-)Probleme. Selbst auf Regen ist die Entwicklungsorganisation Helvetas vorbereitet: Die Vorführungen finden dann an einem geschützten Ort statt.

In Lenzburg spannt das Cinema Sud-Team seine Leinwand im Ziegelacker aus - bei schlechtem Wetter zwischen den Arkaden beim Festsaal. Am Freitag, 10. August, wird der Film También La Lluvia ausgestrahlt: Ein bildstarker Film um ein internationales Filmteam, das die Unterdrückung der Indios bei der Ankunft von Columbus aufzeigen will, jedoch selbst in ein ähnliches Muster gerät.

Am Samstag, 11. August, flimmert der Film TGV über die Bühne. Es geht dabei um eine Busreise durch den Busch Westafrika. Der Roadmovie mit groovigem Sound ist Politdrama und Sozialkomödie zugleich. (bA)

Die Filmnächte in Lenzburg beginnen jeweils um 21.30 Uhr.