Othmarsingen
Kindergarten Waldrüti soll durch Neubau auf Schulareal ersetzt werden

Der Kindergarten Waldrüti in Othmarsingen ist veraltet und zu klein. Er soll deshalb durch einen Neubau auf der Schulanlage Zelgli ersetzt werden.

Pascal Meier
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Der Neubau ist mit einer Passarelle mit der Turnhalle verbunden. ZVG

Der Neubau ist mit einer Passarelle mit der Turnhalle verbunden. ZVG

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Wie viele andere Gemeinden investiert Othmarsingen viel Geld in die Infrastruktur seiner Schule. Die Gemeinde hat unter anderem das Oberstufenschulhaus umgebaut und saniert. Das kostete 8,27 Millionen Franken. Damit wurde der von der Gemeindeversammlung bewilligte Kredit von 7,84 Millionen um rund 430 000 Franken überschritten – ein auf den ersten Blick hoher Betrag. Dieser entspricht aber nur etwa fünf Prozent der Gesamtkosten. Unter anderem mussten wider Erwarten die Dächer des Schulhauses und der alten Turnhalle saniert werden.

Diese Schlussabrechnung legt der Gemeinderat nun am 16. Juni der Gemeindeversammlung vor. Im darauffolgenden Traktandum präsentiert der Gemeinderat dann bereits das nächste Bauprojekt der Schule. Dieses betrifft den Kindergarten: Der Kindergarten Waldrüti im Bahnhofquartier ist veraltet, eng und es fehlen zeitgemässe Räume für Gruppen und die Lehrpersonen (Arbeitsraum). Zudem benötigt Othmarsingen mittelfristig eine vierte Kindergartenabteilung. Zwei Abteilungen sind im Doppelkindergarten Chilefeld untergebracht, am Standort Waldrüti eine. Hier hat es jedoch keinen Platz für einen neuen Doppelkindergarten.

Die weiteren Traktanden

Nebst dem Kindergarten und den ordentlichen Traktanden sind an der Gemeindeversammlung vom 16. Juni weitere wichtige Geschäfte traktandiert. Unter anderem soll die alte Deponie in der Kiesgrube «Hölli» im Dorf saniert werden. Hier wurden von 1920 bis 1965 vor allem Siedlungsabfälle entsorgt. Der Hang mit den Abfällen droht nun wegen der defekten Stützmauer auf Nachbargrundstücke abzurutschen.

Der Gemeinderat legt der Versammlung zwei Varianten vor. Variante 1: Die rund 30 Meter lange, schwer beschädigte Stützmauer wird neu gebaut. Das kostet 237 500 Franken. Bund und Kanton beteiligen sich voraussichtlich mit 166 300 Franken. Variante 2: Die 1400 Kubikmeter Abfall werden abtransportiert, entsorgt und die Deponie mit unbelastetem Material aufgefüllt. Kostenpunkt dieser Gesamtsanierung: 649 400 Franken. Diese Variante, die vom Gemeinderat bevorzugt wird, subventionieren Bund und Kanton mit 454 600 Franken.

Die Gmeind entscheidet zudem, ob die Strassen Waldrüti und Fallenacker für 970 000 Franken saniert werden. Traktandiert ist auch die Bünzbrücke Wilmatten/Hasli. Der Gemeinderat möchte diese vorläufig nicht sanieren und ausschliesslich als Fussgänger- und Velofahrerbrücke nutzen. (pi)

Deshalb soll in der Schulanlage Zelgli ein Doppelkindergarten gebaut werden. Dieser wird mit einer offenen Passerelle mit der Turnhalle verbunden. Die Passerelle überdacht gleichzeitig den Vorplatz des Kindergartens. Der quadratische, nicht unterkellerte Massivbau bietet im Erd- und Obergeschoss Platz für je eine Kindergarten-Abteilung. Die Möbel werden vom Kindergarten Waldrüti übernommen, der aufgehoben wird. Auch die Aussen-Spielgeräte werden wenn möglich an den neuen Standort gezügelt. Hier ist neben dem Kindergarten ein Spielhügel geplant mit Rutschbahn, Seilbahn, Wegen, Treppen und Verstecken in Buschgruppen. Am Fuss des Hügels bietet eine Wiese Platz für Aktivitäten mit der ganzen Klasse.

Läuft alles nach Plan, kann die Schule den neuen Kindergarten im Winter 2018/19 beziehen. In einer ersten Phase werden jedoch nur die Schulräume im Erdgeschoss ausgebaut. Die Einheit im Obergeschoss bleibt im Rohbau, bis eine vierte Kindergartenabteilung benötigt wird. «Wir planen langfristig und werden den oberen Stock erst ausbauen, sobald genauere Zahlen über die Entwicklung der Schülerzahlen bekannt sind», sagt Schulpflegepräsident Michael Tomasoni. Die Räume könnten jederzeit und ohne grössere Störungen des Schulbetriebs eingerichtet werden.

Der Doppelkindergarten kostet voraussichtlich 920 000 Franken. Diesen Baukredit muss die Gemeindeversammlung am 16. Juni genehmigen. Der Projektierungskredit (40 000 Franken) war bereits Ende 2016 bewilligt worden. Seither hat eine Arbeitsgruppe mit Schulpflegern, Gemeinderäten, dem Schulleiter, den Kindergarten-Lehrpersonen sowie dem Kölliker Architekturbüro Reihlen das Projekt ausgearbeitet. «Wir freuen uns auf den neuen Kindergarten, denn der Schulbetrieb im Waldrüti ist sehr eingeschränkt», sagt Schulleiter Paul Fischer.

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