Einwohnerrat

Kinder zuerst: SP fordert Fussgängerstreifen auf Ammerswilerstrasse

Täglich überqueren rund 30 Kindergärtler auf ihrem Schulweg viermal den Fussgängerstreifen auf der Ammerswilerstrasse in unmittelbarer Nähe zum Bushalt. (Archiv)

Täglich überqueren rund 30 Kindergärtler auf ihrem Schulweg viermal den Fussgängerstreifen auf der Ammerswilerstrasse in unmittelbarer Nähe zum Bushalt. (Archiv)

Die SP verlangt vom Stadtrat Lenzburg die Prüfung einer weiteren Fussgängerquerung an der Kantonsstrasse Ammerswilerstrasse und die möglichst frühzeitige Förderung von Kindern mit Sprachschwierigkeiten.

Die grosse Baustelle beim Knoten Neuhof (Autobahnzubringer A 1) zieht weite Kreise. Automobilisten suchen Schleichwege, um das Baustellen-Nadelöhr zu umgehen. Die Umfahrung über Ammerswil gehört zu den beliebten Ausweichstrecken. Seit Baubeginn am Knoten Neuhof stellen die Anwohner der Ammerswilerstrasse eine Zunahme des Verkehrs fest.

Die Fussgänger haben zwei Möglichkeiten, die Ammerswilerstrasse zu queren: bei der Bushaltestelle Friedweg (unweit des «Ochsen») oder bei der Einmündung des Ziegeleiweges (Richtung Justizvollzugsanstalt). Dazwischen befinden sich jedoch zwei Wohnquartiere: westlich der Ammerswilerstrasse die «untere Widmi», östlich das in den vergangenen Jahren entstandene neue Quartier «Widmi». Die Umstände seien für die Bewohner schwierig, schreibt die SP und fordert den Stadtrat in einer Anfrage auf, eine Verbesserung der Situation zu prüfen.

An der Einwohnerratssitzung vom vergangenen Donnerstag hielt Yvonne Bernasconi fest, dass in beiden Quartieren in den vergangenen Jahren Kinder eingezogen seien, die sich gerne gegenseitig besuchen möchten. Um die Ammerswilerstrasse sicher zu queren, müssten sie einen langen Umweg machen. «Die Kinder wählen sicher nicht den Umweg über die bestehenden Fussgängerstreifen, sondern queren die viel befahrene Tempo-50-Strasse einfach auf gut Glück», schreibt die SP in der Anfrage.

Die Verhältnisse zu ändern, wird jedoch nicht ganz einfach sein, handelt es sich bei der Ammerswilerstrasse doch um eine Kantonsstrasse. Die Schaffung eines zusätzlichen Fussgängerstreifens fällt demzufolge in die Zuständigkeit des Departements Bau, Verkehr und Umwelt. Dort ist bereits ein Gesuch von Lenzburg hängig für die Einführung von Tempo 30 auf der Ammerswiler- und der Burghaldenstrasse. Dafür hatten sich Rolf Glückler mit einer Petition und die SP Lenzburg mit einer Motion stark gemacht. Nebst der Anfrage zu einem zusätzlichen Fussgängerstreifen hat die SP gleichzeitig Auskunft zum Fortschritt dieses Tempo-30-Projekts verlangt.

Mangelnde Deutschkenntnisse

«Ein Drittel der Lenzburger Kinder spricht beim Eintritt in den Kindergarten ein schlechtes Deutsch», sagt SP-Einwohnerrätin Anja Vögeli. Und sie hält fest, dass nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund betroffen sind, sondern auch Schweizer Kinder mit einer Sprachschwäche. Das Beherrschen der Landessprache sei unabdingbar, ansonsten man sich nicht richtig ausdrücken, nicht richtig lesen und schreiben könne und als Folge dessen schlechter gestellt sei in der beruflichen Ausbildung und sich nicht wirklich integrieren könne. Nun will die SP vom Stadtrat Auskunft über eine mögliche frühzeitig angesetzte Sprachförderung und erkundigt sich, ob derartige Angebote bereits bestehen.

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