Das Kies- und Sandwerk war Anfang 2011 in Betrieb genommen worden. «Dieses Gebäude scheint für die Ewigkeit gebaut», sagte Gemeindeammann Maurice Humard damals an der Einweihung und verglich dieses mit dem Quell eines stetigen Geldstromes.

Diese Quelle kommt den Ortsbürgern aber teurer zu stehen als angenommen. Der Brutto-Kredit von knapp 7 Millionen Franken, den die Ortsbürger 2008 und 2010 in zwei Trancen für die Sanierung und Erneuerung des Kieswerks gesprochen hatten, ist um rund 940 000 Franken überschritten worden - dies, weil zu tief budgetiert wurde, wie der Gemeinderat mitteilt. «Die Kieswerkkommission mit Betriebsleitung und die Planer haben die Kosten für den Umbau und die Sanierung deutlich unterschätzt.»

Die Kreditabrechnung wird den Ortsbürgern an der Sommer-Gmeind vom Montag vorgelegt. Der Gemeinderat empfielt, die Rechnung trotz der massiven Kredit-Überschreitung zu genemigen. Denn Niederlenz habe nun ein «sehr gutes Kieswerk», das einen hohen Gegenwert zu den Investitionen darstelle.

Weitere Kredite beantragt

Die Ortsbürger haben ausserdem über die Kreditabrechnung zum Nutzungsplanverfahren Kieswerk 2008-2011 zu befinden, die mit 268 000 Franken um 8000 Franken tiefer ausgefallen ist. Für das Kieswerk sind weitere Kredite von 200 000 Franken für die Erweiterung des Materialabbaus und 315 000 Franken für ein neues Fahrzeug beantragt. Weiteres Thema ist der Verkauf der Liegenschaft Zentrum 2. Etappe.