Fahrwangen

Keiner mehr im Dorf: Bancomat für 85'000 Franken kommt an die Gmeind

Die Gemeinde Fahrwangen soll einen Bankomaten erhalten (Symbolbild)

Die Gemeinde Fahrwangen soll einen Bankomaten erhalten (Symbolbild)

Soll die Gemeinde 85'000 Franken für einen Bancomaten zahlen? Diese Frage wird die Gemeindeversammlung heute Abend beantworten müssen.

Als die Aargauische Kantonalbank (AKB) 2015 ihre Filiale am Fahrwanger Bärenplatz nach Seengen zügelte, verlor die Gemeinde ihre letzte Bank. Heute gibt es auch keinen Bancomaten mehr. Für Bargeld müssen die Fahrwanger nach Sarmenstorf oder Meisterschwanden. Immer wieder wird deshalb der Ruf laut nach einem neuen Bancomaten – zuletzt befeuert durch die Pläne der Post, die ihre Filiale am Bärenplatz aufheben will. Wird die Filiale zur Postagentur, kann nur noch begrenzt Bargeld abgehoben werden.

Die Hypothekarbank Lenzburg (HBL) ist nun bereit, in Fahrwangen einen Bancomaten einzurichten – allerdings nur mit Beteiligung der Gemeinde. Der Gemeinderat legt deshalb der Einwohner-Gemeindeversammlung von heute Mittwoch (20.15 Uhr, Mehrzweckhalle) folgenden Vorschlag vor: Fahrwangen zahlt der Hypothekarbank 30 000 Franken für die Installation des Automaten und beteiligt sich in den ersten fünf Jahren mit jährlich 7000 Franken an den Unterhaltskosten; dies im Sinne einer Anstossfinanzierung. Rentiert der Automat am ehemaligen Standort der Valiant Bank an der Sarmenstorferstrasse bis dann nicht, wird dieser zurückgebaut.

In diesem Fall müsste sich Fahrwangen mit weiteren 20 000 Franken beteiligen. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung deshalb einen Verpflichtungskredit von 85'000 Franken.

Pensen-Modell für Gemeinderat

Zudem schlägt der Gemeinderat der Versammlung ein neues Modell für die Abgeltung der eigenen Arbeit vor.

Derzeit wird der Gemeindeammann mit 28 000 Franken entschädigt, der Vize mit 14 000 Franken, Gemeinderäte mit 12 500 Franken. Inklusive zusätzlicher Sitzungsgelder und Spesen (14 500 Franken) erhält der Gesamtgemeinderat total rund 94 000 Franken. Der Gemeinderat möchte diesen Betrag nun erstmals seit zwölf Jahren anheben, und zwar auf 120 000 Franken. Der Betrag soll neu einem 100-Prozent-Pensum des Gesamtgemeinderates entsprechen, das sich die einzelnen Mitglieder anteilmässig teilen: Der Gemeindeammann erhält demnach 30 Prozent (36 000 Franken), die Gemeinderäte je 15 Prozent (18 000 Franken). Ein Restpensum von 10 Prozent (12 000 Franken) ist für den Vizeammann vorgesehen, falls der Gemeindeammann ausfallen sollte und der Vize zusätzliche Aufgaben übernehmen muss.

Mit der Umstellung auf Jahrespensen werden die internen Spesenentschädigungen von 14 500 Franken gestrichen. Zusätzlich ausbezahlt werden lediglich Sitzungsgelder für interne und externe Kommissionen, Vorstandssitzungen, etc.; dies über die entsprechenden Budgetposten.

Des Weiteren stimmt die Gemeindeversammlung über Änderungen der Gemeindeordnung ab (unter anderem neue Regionale Steuerkommission) sowie die Beteiligung an der Solaranlage der Wohnbaugenossenschaft Oberes Seetal (Kredit: 45 000 Franken) und den Verkauf einer Wegparzelle.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1