«Kurz die Strasse, kurz das Statement dazu», so Brigitte Vogel, die Sprecherin der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission zum 90 000-Franken-Kredit für die Sanierung von 74 Meter des Rennwegs. Das Geschäft im Lenzburger Einwohnerrat war grundsätzlich unbestritten.

«Klein die Strasse, klein die Kinder, die im Fernen Osten die Steine für unsere Strassenränder hauen müssen», ergänzte Stefan Zantop (Grüne) und stellte dem Stadtrat die Frage, was hier vorgekehrt werde, damit nicht Natursteine aus Kinderarbeit für Lenzburger Randabschlüsse verwendet werden.

Der zuständige Stadtrat Martin Steinmann war von der Anfrage nicht überrascht und konnte während der Sitzung Auskunft geben. «Es wurden auch in Lenzburg schon Steine aus China verbaut», räumte er ein.

In Zukunft verlange man von Unternehmern, die den Zuschlag für entsprechende Arbeiten erhalten, ein Zertifikat, das belege, dass die importierten Steine nicht von Kindern produziert wurden: «Wir wenden künftig die gleiche Kriterien an wie der Kanton.» Aus Kostengründen werden meist Natursteine aus China oder eventuell Portugal eingesetzt.

Zantop zeigte sich «teilweise befriedigt» und lieferte gleich noch die aktuellen Preise nach: Natursteine aus der Schweiz oder aus Deutschland sind derzeit viermal so teuer wie solche aus Asien.