Die 15. Generalversammlung des Vereins «Aargauisches Feuerwehr- und Handwerkermuseum» fand erstmals in Anwesenheit des neuen Besitzers, des Suhrer Unternehmers Samuel Wehrli, statt. Dieser hatte das Museum im September 2013 von der Erbengemeinschaft des Gründerehepaars Walter und Rosmarie Huber erworben.

Nicht nur die Besitzerverhältnisse haben geändert, sondern auch die Führung des Trägervereins, der unter dem Patronat des Aargauischen Feuerwehrverbandes und des Aargauischen Gewerbeverbandes steht und seit 1999 dafür sorgt, dass die von Walter Huber in jahrelanger Tätigkeit zusammengesuchten Gegenstände einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Während 15 Jahren leitete Josef Boutellier als Präsident die Geschicke des Vereins; nun trat er von seinem Amt zurück. Als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er nicht nur zum Ehrenmitglied, sondern auch zum Ehrenpräsidenten ernannt.

«Josef Boutellier und das Museum kann man nicht voneinander trennen», sagte Vizepräsident Ruedi Eichenberger in seiner Laudatio und erinnerte an die vielfältigen Tätigkeiten, die der scheidende Präsident bis zu seiner Pensionierung ausserdem ausgeübt hatte: «Er war Bauer, Bäcker, Obstproduzent, Grossrat, Verwaltungsrat, Feuerwehrkommandant, Instruktor, Zivilschützer und Präsident des Aargauischen Feuerwehrverbandes.»

Neben Josef Boutellier traten auch Vizepräsident Ruedi Eichenberger und der Kassier Walter Huber zurück. Neu in den Vorstand gewählt wurden der neue Besitzer Samuel Wehrli, seine Tochter Ruth Wettstein, die das Museum künftig leiten wird, sowie Hansjörg Krell. Zum neuen Präsident wurde Karl Meier, Gebenstorf gewählt. Meier gehört dem Vorstand seit einem Jahr an und hatte bereits Gelegenheit, sich in seine neuen Aufgaben einzuarbeiten.

Ein neuer Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen Besitzer und Verein, insbesondere in Bezug auf die Einnahmen und die Kosten. Entsprechend tiefer fällt das Budget 2014 aus, das ausgeglichen schliesst, während 2013 noch ein Aufwandüberschuss von 4600 Franken resultierte.

Im vergangenen Jahr wurde ein neuer Flyer kreiert, die Homepage überarbeitet und die Öffnungszeiten angepasst. Neu ist das Museum von April bis Oktober jeden ersten Samstag des Monats von 13 bis 17 Uhr geöffnet, Gruppen und Schulklassen auch nach Voranmeldung.

Ein Neubau für das Museum

Samuel Wehrli hat klare Vorstellungen von der Zukunft des Museums, das er in einem Neubau mit noch unbekanntem Standort sieht. «Vorerst werden nun sämtliche Gegenstände katalogisiert und in einem speziellen Museums-Tool erfasst», erklärte er.

Inzwischen wird das Museum jedoch am jetzigen Standort wie bisher weitergeführt. Versierte Führer erklären den Besuchern die Geräte und Werkzeuge, die man heutzutage vielfach gar nicht mehr kennt.