Mit einem feierlichen Eröffnungsakt hat Landstatthalter Stephan Attiger das Niederlenzer Jahrhundertbauwerk abgeschlossen und die Kantonsstrasse für den Verkehr wieder freigegeben. Den widrigen Wetterverhältnissen zum Trotz. Einen Schönheitsfehler hat die ganze Sache allerdings momentan noch: Auf dem letzten Streckenabschnitt fehlt der Deckbelag noch. Dieser konnte wegen Regens nicht programmgemäss eingesetzt werden. Das soll nun am kommenden Sonntag, 26. Juni, nachgeholt werden. Die Kantonsstrasse wird dafür ab 8 Uhr gesperrt. 

Einbau ab Seite Unterdorf Richtung Lenzburg

Bei der Eröffnungsfestivitäten ging Gemeindeamman Jürg Link auf die lange "Leidenszeit" des Bauprojekts ein. «Das ellenlage, rostige Geländer als Providurium für die Fussgänger, die 40er-Tafel, die Fussgänger, die kaum Platz hatten am Rand der Strasse mit all diesen engen Stellen usw., das alles ist nun Geschichte», erinnerte er an die wichtigsten Merkpunkte der Hauptstrasse, «heute ist es ein modern wirkendes Zentrum, ein Strassenraum, der für alle Verkehrsteilnehmenden übersichtlich ist, und es genügend Raum für die Fussgänger hat.» In seinen Dankesworten vergass er vor allem die Anwohner und Gewerbetreibenden nicht, diese mussten sehr viel mitmachen und lange leiden: «Entschuldigt die Unannehmlichkeiten, alle Strassenbaustellen sind schwierig und haben Nebeneffekte», wandte er sich an die Zuhörer, «aber ich weiss, unsere Gewerbe- und Gastbetriebe nahmen diese Herausforderung an und lösten sie mit Bravour für ihre Kunden und sich.» Er wünschte allen ein schönes Einweihungsfest mit den Schlussworten: «Niederlenz, nimm diese Chance wahr und nimm den Schwung für deine Zukunft mit.»

Für Landstatthalter Stephan Attiger war es zwar nur ein Halbjahrhundertbauwerk, weil es eigentlich gar nicht so lange dauerte. Das Projektziel sei nach vielen langen Verzögerungen aber erreicht: Erhöhung der Verkehrssicherheit, sichere Schulwege, optimierte und behindertengerechte Bushaltestellen, Renaturierung und Aufwertung des Aabachs – eine Aufwertung für das Ortsbild von Niederlenz. «Jetzt ist es vorbei und ich hoffe, dass wir alle von diesem neuen Bild profitieren können», schloss er seine Ansprache vor vielen hundert Besuchern.

Begleitet von den Tambouren aus Lenzburg wurde die neue Hauptstrasse K 248 durch Niederlenz mit dem Durchschneiden des gelbgrünblauschwarzen Bandes offiziell freigegeben. Als erstes Fahrzeug rollte der rote Mowag der ehemaligen Feuerwehr Niederlenz über die Strasse, gefolgt von einem Oldtimer und einem zukunftsweisenden Tesla, ehe Dieter Oppliger mit seinem Feuerwehrvelo mit Blaulicht die Zuschauer begrüsste und begeisterte.

Apéro, Bratwurst und Brot für alle Besucher beendeten den dritten Anlass im Rahmen der 725-Jahr-Feierlichkeiten der Gemeinde Niederlenz.