Meisterschwanden
Kanton und Gemeinden wollen Aeschstrasse sicherer machen

Innerhalb von 10 Jahren haben sich auf der schnurgeraden Aeschstrasse in Meisterschwanden mehrere schwere Unfälle ereignet. Zwei Personen sind dabei getötet worden. Jetzt sind konkrete Massnahmen geplant.

Toni Widmer
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Auf der schnurgeraden Aeschstrasse soll künftig Tempo 60 km/h gelten. (AZ-Archiv)

Auf der schnurgeraden Aeschstrasse soll künftig Tempo 60 km/h gelten. (AZ-Archiv)

Toni Widmer

Am 31. Mai 2003 wurde in Meisterschwanden ein 17-jähriger Fussgänger auf der Aeschstrasse in der Nähe des Fussballplatzes von einem Auto angefahren und getötet. Der Autofahrer beging Fahrerflucht, stellte sich jedoch später der Polizei. Seither haben sich in unmittelbarer Nähe des damaligen Unfallorts zwei weitere schwere Unfälle ereignet. Am Pfingstmontag 2010 wurde dabei ein Motorradfahrer schwer verletzt, am Karfreitag 2011 einer getötet.

Schon 2003 wurden Forderungen laut, die schnurgerade Ausserortsstrecke zwischen Meisterschwanden und Aesch sicherer zu machen. Zumal sich dort der Fussballplatz befindet und ein paar Meter weiter der Abzweiger zum See im Bereich des Hotels Seerose. 2010 und 2011 machte sich auch die Gemeinde beim Kanton für Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit stark.

Beschränkung auf 60 km/h

Jetzt zeichnet sich eine Sanierung ab, wie Gemeindeammann Kurt Kaufmann an der Präsentation des Verkehrskonzepts der Gemeinde zeigte. Mit dem Verkehrskonzept selber hat das allerdings nur indirekt zu tun: „Bauherr ist der Kanton, die Gemeinde ist aber die Planung involviert", erklärte Kaufmann.

Die wohl wirkungsvollste Änderung ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h, die im aktuellen Entwurf des Verkehrsrichtsplans bereits aufgeführt ist und die gefährliche Ausserortsstrecke massiv entschärfen soll. Dazu kommen Einspurstrecken beim Abzweiger Seerose, beim Fussballplatz sowie zur neuen Gewerbezone Basmätteli, über die an der Gemeindeversammlung vom 15. November 2012 entschieden wird.

Wie Kurt Kaufmann weiter erklärte ist von der Gemeinde auch vorgesehen, vom Dorfzentrum bis zum Fussballplatz entlang der Aescherstrasse einen Fuss- und Radweg zu realisieren. Der Kanton möchte diesen sogar bis zum Abzweiger Seerose weiterführen.