Seon
Kameradschaft ist für Reiter wichtig

An der Springkonkurrenz Seon des Reitvereins Hallwil trafen sich die Mitglieder verschiedener benachbarter Vereine zum sportlichen Wettkampf und gemütlichen Beisammensein.

Sibylle Haltiner
Merken
Drucken
Teilen
Ehemalige Dragoner aus dem Schwadron 1972 siegten im Bünztal-Seetal-Cup.

Ehemalige Dragoner aus dem Schwadron 1972 siegten im Bünztal-Seetal-Cup.

Sibylle Haltiner

Reiter sind immer Teamkämpfer. Ohne das perfekte Zusammenspiel mit dem Pferd geht gar nichts. Das Paar selbst schaut jedoch meist nur auf sich, ein Fehler wirkt sich bloss auf die eigene Leistungsbilanz aus.

Doch dem ist nicht immer so: Es gibt auch im Pferdesport Equipenwettkämpfe, in welchen alle ihr Bestes nicht nur für die Einzelplatzierung, sondern auch für die Rangierung der Mannschaft geben.

Ein solcher Wettkampf ist der Bünztal-Seetal-Cup für eingeladene Vereine, der heuer zum zweiten Mal ausgetragen wurde. Zwar gibt es eine Einzelwertung, doch die Equipe, bestehend aus vier Mitgliedern eines Vereins, wird ebenfalls klassiert. Austragungsorte waren die Concours in Wohlen und Seon. An beiden Orten wurden sowohl Einzel- wie auch Equipensieger geehrt, die 20 besten Einzelreiter aus beiden Prüfungen traten am Sonntag im Final nochmals an.

Frühere Kavalleristen in Uniform

«Der Cup soll die Verbindung zwischen den benachbarten Reitvereinen fördern», erklärte Stephan Keller, OK-Präsident der Springkonkurrenz Seon. Doch auch innerhalb der einzelnen Vereine sorgt der Wettkampf für einen guten Zusammenhalt. «Da in zwei verschiedenen Schwierigkeitsstufen geritten wird, können auch Junioren und schwächere Reiter mit einbezogen werden», meinte Keller. Junioren suchte man in der Gewinnermannschaft vom Freitagabend allerdings vergebens, ebenso die Amazonen. Die siegreiche Equipe «Schwadron 1972» trat in Uniform zum Wettkampf an, denn sie besteht ausschliesslich aus ehemaligen Dragonern. Diese allerdings halten fest zusammen, nehmen gemeinsam an Wettkämpfen oder repräsentativen Auftritten teil. «Kürzlich waren wir im deutschen Gotha», erklärte Willi Pfaff, der neben dem Sieg in der Equipe den dritten Platz in der Einzelwertung erreichte. «Dort ritten wir in voller Montur mit Säbel, Satteltaschen und Habersack über Hindernisse.»

Doch nicht der Sport steht beim Schwadron 1972 im Vordergrund, sondern die Kameradschaft. «Wir singen auch zusammen», meinte Pfaff. Am Freitagabend gab es ein gemeinsames Spaghettiessen. Nicht nur für die Dragoner, sondern für alle Teilnehmer des Bünztal-Seetal-Cups.