Falsches Spiel?

Jura Cement hat bewilligtes Projekt geändert

Neben dem Öltank rechts im Bild plant die Jura Cement den Bau zweier Zwischenlagerhallen. Irena Jurinak

Neben dem Öltank rechts im Bild plant die Jura Cement den Bau zweier Zwischenlagerhallen. Irena Jurinak

Die Jura Cement plant den Bau von zwei Zwischenlagerhallen für alternatives Rohmaterial. Sie sind Teil eines bereits bewilligten und nun reduzierten Projektes.

Vor einem Jahr war das Projekt für den Bau eines Aufbereitungsplatzes von alternativem Rohmaterial (A.RO.MA, siehe Kasten) auf dem Gelände der Jura Cement bewilligt worden – allerdings mit Auflagen. Nun legt die Zementfabrik nochmals ein stark reduziertes Projekt vor, da eine andere Lösung gefunden wurde.

Ursprünglich war eine Aufbereitungsanlage für alternatives Rohmaterial auf Rupperswiler Boden sowie dessen Aufgabe in die bestehende Rohmaterialhalle auf Wildegger Boden geplant gewesen. Das Material kam aus der Deponie Elbisgraben BL und wurde durch die Firma Hastag aufbereitet.

Da die Materialien jedoch hauptsächlich im Grossraum Zürich anfallen und die Bewilligung für die Aufbereitung in der Deponie Elbisgraben nur provisorisch bis Ende 2010 galt, suchte man nach einer verkehrstechnisch besseren Lösung und wollte das Material in Möriken-Wildegg/Rupperswil aufbereiten.

Aufbereitung neu in Weiningen

Gegen das entsprechende Baugesuch vom Juli 2006 hatten Anwohner Einsprache erhoben, mit den Forderungen nach begrenzten Betriebszeiten sowie der Reduktion von Staub- und Lärmimmissionen. Im Januar 2010 war das Projekt schliesslich mit Auflagen bewilligt worden. In der Zwischenzeit hat sich eine neue Lösung ergeben, weshalb Jura Cement nun ein überarbeitetes Projekt umsetzen will. Die Aufbereitung des Materials wird seit Anfang Jahr in Weiningen ZH bei der Firma Richi gemacht.

Für die trockene Zwischenlagerung des aufbereiteten Materials sollen auf der Asphaltfläche zwischen der bestehenden Rohmaterialhalle und dem Öltank am Aareufer zwischen Rupperswil und Wildegg zwei überdeckte Lagerhallen erstellt werden. Die beiden 30 mal 40 Meter grossen und 14 Meter hohen Hallen werden mit einem tunnelförmigen Stahlbogensystem überspannt und mit Blachen gedeckt. Kniewände und Bodenplatte werden in Massivbauweise erstellt. Flussseitig verbindet die Wand die beiden Hallen, die auf einer Seite geschlossen sind.

Zwischenlager zu Normalarbeitszeiten

Weiter wird ein Aufgabenbunker mit Förderband erstellt. Ein Pneulader führt das Material in den Aufgabenbunker, über ein geschlossenes Förderband gelangt es in die Rohmaterialhalle. Auf dem Förderband wird das Material gewogen und die chemische Zusammensetzung auf für die Zementproduktion wichtige Hauptkomponenten geprüft.

Das Material wird per LKW über die Industriestrasse Rupperswil angeliefert und sorgt nicht für Mehrverkehr. Das Zwischenlager wird nur zu Normalarbeitszeiten betrieben, eine Ausdehnung der Betriebszeiten sei aus Qualitätsgründen nicht möglich. Das Baugesuch liegt bis 7. Februar auf den Gemeinden Rupperswil und Möriken-Wildegg auf, in Auenstein kann ein Informationsexemplar eingesehen werden.

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