Jura-Cement ist der zweitgrösste Zementproduzent der Schweiz. Vorgestern ging es am Sitz in Wildegg jedoch um den Effort des Unternehmens rund um die Renaturierung im Werk selber. Dort gibt man sich ebenso umweltbewusst wie in den Steinbrüchen in Auenstein und Veltheim.

Marcel Bieri, Leiter der Zementproduktion, durfte vom Präsidenten der Stiftung Natur & Wirtschaft, Ruedi Lustenberger, das Zertifikat für die naturnahe Gestaltung des Werksitzes in Wildegg und der Steinbrüche Jakobsberg, Unteregg und Oberegg entgegennehmen. «Der Abbau von Kies hinterlässt in der Natur Lücken», sagte Stiftungspräsident Lustenberger, unterstrich jedoch, dass die Renaturierungsbemühungen in der Vergangenheit perfektioniert worden seien.

Tatsächlich steht beim Eingang zur Jura-Cement-Fabriken AG prominent eine rund hundert Jahre alte Silberpappel. Birken, Eichen und viele andere Bäume ergänzen den alten Baumbestand auf dem Areal. Im werkeigenen Baumgarten gedeihen Hochstammobstbäume. «Von den Äpfeln machen wir jeweils Most. Letztes Jahr gab es rund 250 Liter», weiss Markus Bolliger von den Jura-Cement-Fabriken. Auch das Löschwasserbecken sei mehr als nur ein «stieres Bassin für den Löschwasserrückhalt». Im Wasser tummeln sich verschiedene Fischarten, unter anderem Egli, Zander und Hechte. Der Boden, auf dem einst Pflichtkohle lagerte, wurde der Natur überlassen und ist in der Zwischenzeit zum Refugium für Tiere geworden, darunter Kreuzkröten und Blauflügelige Sandschrecken.