Habsburg

Jungschützin holte sich den Siegerbecher beim Habsburgschiessen

Die Gewinner der Meisterschaftsbecher (von links): Ursula Lutz, Silvia Hofer und Kurt Sommerhalder. Foto: ADR

Die Gewinner der Meisterschaftsbecher (von links): Ursula Lutz, Silvia Hofer und Kurt Sommerhalder. Foto: ADR

Die Schützengesellschaft Lenzburg organisierte das diesjährige 104. Habsburgschiessen. Im 300-m-Schiessen mit dem Standardgewehr siegte die gerade mal 15-jährige Jungschützin Silvia Hofer, Schützengesellschaft Zurzach – eine kleine Sensation.

Im Unterschied zum vergangenen Jahr war es 2011, beim 104. Habsburgschiessen, schlicht schön – und das sehr zur Freude der 547 Schützinnen und Schützen, die im Freiluftstand mit Sturmgewehr oder Karabiner über 300 m oder mit dem Revolver über 50 m ihre Treffsicherheit unter Beweis stellten. Von den acht Stammsektionen des Habsburgschützenverbandes war in diesem Jahr die Schützengesellschaft Lenzburg (Präsident Thomas Glarner) für die Organisation zuständig.

«Diesen Anlass muss man pflegen»

Es kam auch hochrangiger politischer und militärischer Besuch auf Visite: So unter anderen Ständerätin Christine Egerszegi, Regierungsrat und Landammann Urs Hofmann, Grossratspräsident Theo Voegtli, Nationalrätin Corina Eichenberger und Nationalrat Philipp Müller, Brigadier Daniel Keller sowie Werner Häusermann, Präsident der Aargauer Kantonalschützengesellschaft. Dabei waren übrigens auch 11 Gastsektionen. Beim Apéro im Wald erfuhr man von Landammann Urs Hofmann, dass er nach über 50 Jahren zum zweiten Mal am Habsburgschiessen teilnehme – an einem traditionellen Anlass, wie er für die Menschen wichtig sei, und dem man pflegen solle.

Nach dem Schiessen stärkte sich die Schützenfamilie im Schlosshof mit «Suppe und Spatz». Dann führte Historiker Dieter Wicki, Kommandant des Infanterie Bataillons 56 und sicherheitspolitischer Berater im Generalsekretariat des VBS, die Landsgemeinde in seiner Ansprache «aus geschichtlicher Vergangenheit in die Gegenwart». Er rief in Erinnerung, wie man aus der einstigen Schweiz der Gegensätze erfolgreich Brücken zur eidgenössischen Freundschaft gebaut habe. Aus diesem Geist heraus sei 1824 in Aarau der Eidgenössische Schützenverein gegründet worden. Die Formel dazu – auch Gründungsgedanke des Habsburgschiessens – benannte Wicki kurz und bündig «mit Freundschaft in der Freiheit».

15-jährige Jungschützin sorgte für Sensation

Höchste Auszeichnung des Habsburgschiessens ist der Meisterschaftsbecher aus Zinn, den man nur einmal gewinnen kann. Im 300-m-Schiessen mit dem Standardgewehr siegte die gerade mal 15-jährige Jungschützin Silvia Hofer, Schützengesellschaft Zurzach – eine kleine Sensation!

Ursula Lutz (SG Aarau) gewann den Meisterschaftsbecher im 300-m-Schiessen mit Sturmgewehr; den Becher im 50-m-Pistolenschiessen sicherte sich Kurt Sommerhalder (SG Lenzburg). Im 50-m-Pistolenschiessen lag der SV Rheinfelden vor der SG Aarau und der SG Lenzburg; bei den Gastsektionen die PS Suhr vor den PS Oftringen und der Combat League Aarau.

Im 300-m-Schiessen der Stammsektionen siegte die SG Aarau vor der SG Zofingen und der SSG Brugg-Windisch. Bei den Gastsektionen gewann die Exerc. de l’arquebuse Genève vor der SG Jonen und dem SV Mättenwil. Sieger im 300-m-Schiessen war Jürg Luginbühl (SG Aarau) vor Martin Kocher (Genève) und Michael Hofer (SV Mättenwil). Im 50-m-Pistolenschiessen lag Kurt Sommerhalder (SG Lenzburg) vor Paul Stutz (SG Stapo Zürich) und Michael Menzel (SSG Brugg-Windisch).

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