Operette Möriken-Wildegg

Junges Blut für «die lustige Witwe»: 24-Jähriger führt bei Operette Regie

Regisseur Simon Burkhalter.

Regisseur Simon Burkhalter.

Der 24-jährige Simon Burk-halter aus Bern führt bei der neuen Produktion der Operette Möriken-Wildegg Regie.

Er ist jung, und er hat viele spannende Ideen für «Die lustige Witwe»: Am Donnerstag wurde der 24-jährige Simon Burkhalter als Regisseur der kommenden Operettenproduktion in Möriken-Wildegg vorgestellt.

Burkhalter studiert Gesang an der Hochschule der Künste in Bern. Er ist künstlerischer Leiter der Freilichtspiele Moosegg. Über sein erstmaliges Engagement bei der Operette Möriken-Wildegg freut er sich sichtlich und präsentierte im Gemeindesaal mit viel Elan seine Vision für eine moderne Umsetzung der «lustigen Witwe» von Franz Lehár. Das Stück wird vom 19. Oktober bis zum 29. November aufgeführt. Jeder kenne «Die lustige Witwe», hielt Burkhalter fest. «Ich will deshalb versuchen, eine Produktion zu gestalten, die immer noch überraschen kann.» So hat er kurzerhand die Handlung der Operette vom Sommer in die Winterzeit verlegt. Angelpunkt des Bühnenbildes, für das ebenfalls Burkhalter verantwortlich zeichnet, wird ein übergrosser Weihnachtsbaum sein, Kunstschnee und Bodennebel gelangen zum Einsatz. Und auch dem Operettenchor soll eine wichtige Aufgabe bei der Ausschmückung des Bühnenbildes zufallen.

«Bewusst wollen wir mit der Operette Möriken-Wildegg einen Neustart wagen», sagte Marc Frey, Co-Präsident des Operettenvereins am Rande des Informationsabends. «Da lag die Idee nahe, mit jungen, kreativen Köpfen zusammenzuarbeiten.» Als musikalischer Gesamtleiter wurde Renato Botti engagiert. Der 44-Jährige wirkt zum zweiten Mal nach 2003 bei der Operette in Möriken-Wildegg mit. Diese Operette sei für ihn insbesondere deshalb attraktiv, weil sie musikalisch äusserst viele Facetten biete. «Das Klangspektrum reicht von tiefgründig bis sehr heiter und farbig.» Als musikalischer Co-Leiter amtet der in Möriken aufgewachsene Ramin Abbassi (27).

Bewährte Solisten

Auf vielbewährte Qualität setzt der Operettenverein bei den Solisten. So spielt und singt Andrea Hofstetter aus Lenzburg die Rolle der Witwe Hanna Glawari. Raimund Wiederkehr übernimmt den Part des Grafen Danilo.

Nicht alle Protagonisten und Mitwirkenden der kommenden Operettenproduktion waren an der Informationsveranstaltung anwesend. Einige Abwesende meldeten sich per Videobotschaft an das Publikum im Gemeindesaal. Die musikalischen und erheiternden Grüsse trugen viel zu der spürbaren Vorfreude auf die Aufführungen im Herbst bei. Für einen bewegenden Abschluss des Abends sorgten schliesslich Solistin Andrea Hofstetter und Regisseur Simon Burkhalter, die gemeinsam das Duett «Lippen schweigen» vortrugen.

Neuerungen hat der Vorstand der Operette Möriken-Wildegg derweil auch im Zuschauerraum des Gemeindesaals vorgesehen. Die Seitenbereiche im Parterre, die bei vergangenen Vorführungen eher spärlich belegt waren, werden zu Logenplätzen umfunktioniert. Ausserdem wird es wieder ein Operettenrestaurant geben. Es hat Platz für 90 Gäste und wird im Mehrzweckraum im Untergeschoss des Gemeindesaales eingerichtet. Für die Produktion werden noch Freiwillige gesucht.

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