Christoph A. (21) hat sich seinen Feierabend letzten Donnerstag wohl etwas anders vorgestellt: Der Metzgerlehrling wurde unmittelbarer Zeuge eines Raubüberfalls. Doch er schaute nicht einfach zu, wie der mit einer Gasdruckpistole bewaffnete Räuber den Kiosk stürmte – Christoph A. schlug den ungebetenen Gast in die Flucht, wie er gegenüber dem «Blick» erzählte.

Er hatte sich am Bahnhofskiosk noch ein Feierabendbier genehmigen wollen, da der Zug ohne ihn abfuhr. Plötzlich stürmte ein Mann ins Geschäft: «Er hatte ein schwarzes Tuch ums Gesicht und eine Pistole in der Hand», so Christoph A. Der Räuber wandte sich zur Verkäuferin und verlangte Geld. Der Metzgerlehrling kannte die Pistole: «Ich wusste, dass man damit zwar Vögel, aber keine Menschen töten kann.»

Deshalb habe er dem Verbrecher «voll mit der Faust in die Rippen geboxt». Dieser drückte ab, als ihm Christoph A. mit der Faust ins Gesicht schlug. «Er verlor das Gleichgewicht – sonst hätte er mir wohl ins Auge geschossen», sagt der mutige Metzger. Christoph A. nimmt den Räuber in den Schwitzkasten und demaskiert den Verbrecher. «Der war über einen Kopf grösser als ich», sagt der Held.

Am Schluss gelang dem Räuber jedoch leider die Flucht. «Regale kippten um, da konnte er wegrennen», so Christoph A. Als dieser dem Verbrecher hinter herwollte, konnte das tapfer Metzgerlein nur noch zusehen, wie «der Räuber über die Gleise sprang, auf ein orange-rotes Bike stieg und davonraste.»