Lenzburg
Jubiläum der Rotarier: Biedermeiersträusse für einen guten Zweck

Zum 50-Jahr-Jubiläum der Lenzburger Rotarier fand der Lenzburgensia Markt auf dem Metzgplatz statt. Diverse Händler priesen darum ihre Ware an: feines Porzellan, alte Lenzburger Stiche, historische Dokumente, nostalgische Karten.

Margrit Rüetschi
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Versteigerung von Bildern am Lenzburgensia-Markt
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Versteigerung am Lenzburgensia-Markt

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Margrit Rüetschi

«Was bitte ist in Lenzburg los», mögen sich die Passanten am Samstag rund um den Lenzburger Metzplatz gefragt haben. Der laue Sommerwind trug feine Essensdüfte davon, das Zelt vor den Arkaden verhiess Feststimmung. Ist heute Gaukler- oder Jugendfest oder etwas dazwischen? Nichts dergleichen: Es war Lenzburgensia Markt, und zwar zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Lenzburger Rotarier.

Festlich gewandete Damen, in den Lenzburger Farben Blau-Weiss notabene, brachten in den gleichen Farben assortierte, reizende Kornblumen- und Schleierkrautsträusschen an die Dame oder an den Herrn.

Herzhaftes Feilschen

Fakt ist, dass alle Eingebundenen, wenn nicht mit dem Jugendfestfieber dann doch mit dem Marktvirus angesteckt waren. So wurde mitunter herzhaft gefeilscht. Es ist aber nicht so, dass den Kunden mit den verlangten Preisen etwas vorgegaukelt worden wäre. Der Erlös war nämlich samt und sonders für einen guten Zweck bestimmt.

Um sein 50-Jahr-Jubiläum zu feiern, lud der Rotary-Club Lenzburg die Serviceclubs von Lenzburg zu einer Gemeinschaftsaktion ein. Dies, um den Gedanken des Dienens zum Wohle der Allgemeinheit gebündelt sichtbar zu machen. Von Beginn an wurde kommuniziert, dass das erwirtschaftete Geld der Jugend, genauer gesagt dem Hammerpark Lenzburg, zukommen sollte.

Kiwanis- und Lions- Mitglieder auch dabei

Die Serviceclubs von Lenzburg spielen mit ihrem mannigfaltigen, sozialen, kulturellen, ökologischen und sportlichen Engagement eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben.

So waren neben den Rotariern etwa die Kiwanis- und Lions- Mitglieder dabei, auf ihr weltweites Netzwerk wiesen unter anderem auch die Soroptimistinnen und die Business & Professional-Women (BPW) hin.

«Die verschiedenen Clubs kann man alle auf einen Nenner bringen», meinte Rotarier Daniel Vogel. Sie seien international vernetzt und hätten die gleiche gesellschaftliche und soziale Ausrichtung. Alle Angefragten hätten sich spontan fürs Mitmachen entschieden, freute er sich. Auch die Ortsbürgerkommission habe sich gerne einbinden lassen.

Daniel Vogel war es dann auch, der unter den Arkaden, zusammen mit dem launig agierenden Rotarier Peter Buri, Werke von namhaften Lenzburger Künstlern unter den Hammer brachte. Ein Ad-hoc-Chörli, in dem auch die Stimme des Kulturbeauftragten (und Rotariers) Hans Ulrich Glarner ertönte, rundete den Anlass für den Hammerpark Lenzburg auf humorvolle Weise ab.