Seit dem letzten Fahrplanwechsel ist Othmarsingen ein regelrechter Bahnknotenpunkt. Täglich passieren über 600 Züge den umgebauten Bahnhof, der am 3. Dezember mit einem grossen Fest eingeweiht wurde. Othmarsingen ist im SBB-Netz jetzt eine wichtige Drehscheibe, welche die Nord-Süd- mit der Ost-West-Achse verbindet. An der Einweihungsfeier nannte Simone Rangosch, Leiterin der Abteilung Verkehr im kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt, das Dorf sogar «Olten des Aargaus».

Täglich über tausend Passagiere

Der Bahnhof wurde während einer rund eineinhalb Jahre dauernden Umbauphase den neuen Verhältnissen angepasst. Die Perrons für die Ost-West-Achse sind nun 320 Meter lang, damit auch dreifache S-Bahn-Kompositionen Platz haben. Schnellere Weichenverbindungen sorgen dafür, dass durchfahrende Züge den Bahnhof mit 90 km/h passieren können. Ausserdem sind die Bahnsteige nun mit Aufzügen barrierefrei zu erreichen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde zudem eine neue WC-Anlage erstellt.

«Die Fahrgäste fühlen sich sicher und aufgehoben auf dem reisefreundlichsten Knotenbahnhof an der nationalen Verkehrsachse», sagt Fritz Wirz, der bis Ende 2016 Gemeindeammann von Othmarsingen war und in dessen Amtszeit der Bahnhofumbau durchgeführt worden war.

An Werktagen steigen durchschnittlich 1300 Personen in Othmarsingen ein und aus. Damit diese auch per Auto oder mit dem Velo zum Bahnhof kommen können und für ihre fahrbaren Untersätze einen Abstellplatz finden, werden sowohl das Bike-Parking wie auch das Platzangebot für Autos ausgebaut. Bereits Anfang Februar ist Baubeginn.

Bis April entstehen 66 Einstellplätze für Zweiräder, gleichzeitig wird der heutige Autoparkplatz von 32 auf 68 Plätze erweitert. An die Gesamtkosten von rund 85 000 Franken für die Veloeinstellplätze (Bike + Ride) zahlt die Gemeinde Othmarsingen etwa 30 000 Franken. Den Rest finanzieren der Kanton und die SBB. Der Ausbau des Autoparkplatzes (Park + Rail) wird auf etwa 280 000 Franken zu stehen kommen. Diese Kosten übernimmt die SBB alleine.

Mehr Wohn- und Lebensqualität

Fritz Wirz freut sich über den gelungenen Ausbau des Bahnhofs. «Er ist ein Mobilitäts-Bijou, das für die regionale Wohn- und Lebensqualität keine Wünsche offen lässt und kurze, erholsame und entspannte Reisezeiten in sämtliche Einkaufs- und Wirtschaftsagglomerationen im Raum Basel-Bern-Zürich ermöglicht.»